Rosenöl.
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250° C. siedenden, ebenfalls farblosen Sesquiterpen: C 1B H 24 , einem zwischen270 und 300° C. übergehenden, tief azurblau gefärbten, dickflüssigen OelG 30 H 48 O 3 , und dickflüssigen, zum Theil harzartigen, über 300° C. siedenden,nicht näher studirten Producten. Durch Kalium wird der tief blau gefärbteAntheil des Cbamillenöls C 30 H 48 O 3 in einen farblosen, bei 254° C. siedendenKohlenwasserstoff C 30 H 48 verwandelt. Bei der Behandlung des blauen Oelsmit Phosphorsäureanhydrid resultirt daraus durch Wasserabspaltung ein farb-loses, krautartig riechendes Liquidum von der Formel (C 10 H 14 ) 11 . Der blau-gefärbte Antheil des Cbamillenöls, Azulen, ist identisch mit einem Oel,welches neben anderen Producten bei der trockenen Destillation des Galbanum-barzes (s. dort) gebildet wird. Das gleiche gilt von den blaugefärbten Bestand-teilen der Oele von Achillea millifolium, Artemisia Absynthium, Ferula Surnbul(Ausbeute 0,3 Proc.), Nectandra Pechury , Pogostemon Patschouli , Valeriana offi-cinalis , Pimpinella nigra (Ausbeute 0,025 Proc.), Asa foetida , Pesina guajaciperuv. etc.
Die sämmtlicben Fractionen des Cbamillenöls enthalten, vermutblich inFolge Zersetzung eines darin enthaltenen zusammengesetzten Aethers, einegeringe Menge von Caprinsäure: C 10 H 20 O 2 , die ihnen durchschütteln mit ver-dünnter Kalilauge entzogen werden kann. Das bei der Darstellung des Cbamillen-öls mit übergehende "Wasser enthält etwas Propionsäure: C 3 H 6 0 2 . Petroleum-äther entzieht den Chamillen Anthemin: C 18 H 36 ; feine, in Wasser unlösliche.in Alkobol und Aetber lösliche, bei 63 bis 64° C. schmelzende Nadeln.
Das Chamillenöl findet eine sehr beschränkte arzneiliche Anwendung. Diegute Beschaffenheit desselben ergiebt sich durch die Farbe, den Geruch, dieDickflüssigkeit, das specifische Gewicht und die Löslichkeit in 8 Thln. Alkoholvon 90 Proc.
Das römische Chamillenöl, dargestellt aus den Blüthen von Anthemisnobilis (0,7 bis 1 Proc), bildet ein blaugrün gefärbtes, dünnflüssiges Liquidumvon 0,905 bis 0,915 specif. Gewicht bei 15° C. Dasselbe besteht im "Wesent-lichen aus einem Gemisch von Butyl-, Amyl- und Hexyläthern der Isobutter-säure , Angelicasäure und vielleicht auch der Methylcrotonsäure mit eineröligen, campherartig riechenden, bei 213,5 bis 214,5° C. siedenden FlüssigkeitC 10 H 16 O, dem Antbemol.
Absynthöl, "Wermutböl, Oleum Absynthii, wird aus dem blühendenKraut von Artemisia Absynthium dargestellt (Ausbeute etwa 0,4 Proc). Dasaus dem frischen Kraut erhaltene Oel ist von gesättigt grüner, das aus ge-trocknetem Kraut dargestellte von gelbgrüner Farbe. Sein specifisches Gewichtbeträgt bei 15° C. 0,925 bis 0,950. In Alkohol von 90 Proc. löst es sich injedem Mengenverhältniss. Das Absynthöl enthält ein gegen 160° C. siedendesTerpen C 10 H 16 (Pinen), ferner Absynthöl: C 10 H 16 O, ein gegen 198° C.siedendes, mit Tannaceton (s. dort) identisches Oel, sowie ein tiefblaues, mitdem Azulen des Cbamillenöls in seinen Eigenschaften übereinstimmendes, bei270 bis 300° C. siedendes Oel. Bei längerer Aufbewahrung nimmt das Absynthöleine braune Farbe an.
Rosenöl.
Oleum Mosarum.
Das Bosenöl wird besonders in der Türkei durch sehr primitive Destilla-tion der frischen Blüthen von Rosa damascena, welche hauptsächlich am Süd-abhang des Balkangebirges, namentlich in der Umgegend von Kisanlik an-gebaut wird, mit Wasser gewonnen. Etwa 5 kg der frischen Blüthen werdenSchmidt, pharmaceutische Chemie. II. 72