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2 (1896) Organische Chemie
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Grüne Eosanilinfarbstoffe.

haltigem Alkohol von "beigemengten violetten und röthlichen Farbstoffen be-freit ist.

Als Alkali-, "Wasser-, Marine-, Nicholson- oder Chinablau findensieb, die in "Wasser löslichen Alkalisalze der verschiedenen, durch Einwirkungvon Schwefelsäure auf Anilinblau entstehenden Triphenylrosanilinsulfosäurenim Handel.

Durch Erhitzen von Eosanilin mit Toluidin, bezüglich Naphtylamin werdendie dem Triphenylrosanilin entsprechenden Tritolyl-, bezüglich Trinaphtyl-rosaniline, das Toluidinblau und Naphtylaminblau gebildet.

Diphenylaminblau entsteht, wie bereits S. 898 erwähnt, durch Er-hitzen von Diphenylamin mit Oxalsäure oder mit C 2 Cl (i auf 110 bis 120° C.Gewöhnlich kommt dasselbe als das in "Wasser lösliche Ammonium- oderNatriumsalz einer Sulfosäure in den Handel, welche direct resultirt beim Er-hitzen von Diphenylaminsulfosäure mit Oxalsäure. Alkaliblau D, Bai-risch Blau.

Victoriablau: C al H 31 N 3 , HCl, Nachtblau, wird durch Einwirkung-von Phenylnaphtylamin auf Tetrarnethyldiamidobenzophenon gebildet. Dasselbe-ist in "Wasser mit rein blauer, jedoch wenig lichtbeständiger Earbe löslich.

Methylenblau: C 16 H 18 N 3 SC1 -f- ZnCl 2 , Echtblau, bildet kupfer-glänzende, in reinem "Wasser leicht lösliche Prismen. Das Methylenblau ent-steht bei der Oxydation von Dimethylparaphenylendiamin, bei Gegen wart vonSchwefelwasserstoff oder Natriumthiosulfat, mit Eisenchlorid (vergl. S. 899).Durch Zusatz von Chlorzink und Chlornatrium wird es aus seinen Lösungenals Zinkdoppelsalz abgeschieden.

Das gegen Malaria empfohlene Methylenblau besteht aus der freien

C 6 H 3 .N(CH 3 ) 2Base C 16 H 18 N 3 S . OH oder deren Chlorid C 16 H 18 N 3 SC1: N^S

C 6 H 3 :N(CH 3 ) 2 CITetramethylthioninchlorid; dunkelblaues, bronceglänzendes, in Wasserleicht, in Alkohol schwerer lösliches Pulver. Concentrirte Schwefelsäure löstdas Methylenblau mit grüner Farbe. Durch Einwirkung von salpetriger Säureoder von Schwefelsäure und Salpetersäure geht es in Methylengrün über.

Die Grundsubstanz des Methylenblaus ist das Thionin: C 12 H 9 N 3 S oder

C 6 H 3 .NH 2N/S , dessen salzsaures Salz als Lauth'sches Violett: C 12 H 9 N 3 S, HCl,

C 6 H 3 :NHVerwendung findet. Letzteres entsteht durch Oxydation von Para-Phenylen-diamin bei Gegenwart von Schwefelwasserstoff.

cf) Grüne Farbstoffe kommen als Aldehydgrün, Jodgrün undnamentlich als Methylanilingrün und Malachitgrün im Handel vor.

Aldehydgrün: C 22 H 27 N 3 S 2 0, Emeraldin, Usebe'sches Grün, VertZFsebe , wird erhalten durch vorsichtiges Erhitzen von schwefelsaurem Eos-anilin mit Acetaldehyd, und Kochen der hierbei resultirenden dunkelgrünenLösung mit Natriumthiosulfat. Durch Kochsalz und Natriumcarbonat kannschliesslich der Farbstoff aus seiner Lösung als amorphe, grüne Masse, welcheunvollkommen in Alkohol, gar nicht in Wasser, wohl aber nach dem Ansäuernmit Schwefelsäure in beiden löslich ist, gefällt werden. Fand früher als Chlor-zinkdoppelsalz Verwendung.