Ro s anilin färb stoffe.
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Paratoluidin an, so resultirt als Oxydationsproduct Pararosanilin, wogegenunter den gleichen Bedingungen aus Anilin und reinem Orthotoluidin dashomologe Bosanilin gebildet wird:
2C 6 H 5 .NH 2 -f C 6 H 4 (CH 3 ).NH 2 +30 = 3H 2 0 -J- C 1,J H 17 N SAnilin Paratoluidin Pararosanilin
C 6 H B . NH 2 -f 2C 6 H 4 (CH S ).NH 2 + 30 = 3H 2 0 -f C 2 °H 19 N 3Anilin Orthotoluidin Eosanilin.
Da, wie schon erwähnt, bei der fabrikmässigen Darstellung des Eosanilinsein ToJuidin verwendet wird, welches aus Ortho- und Paratoluidin besteht, soist es natürlich, dass das hierbei resultirende technische Eosanilin auseinem Gemisch von Pararosanilin: C 19 H 17 N 3 , und von eigentlichem Eosanilin:C 20 H 19 N 3 , bestehen muss. Die aus diesem technischen Eosanilin dargestelltenFarbstoffe sind somit als Gemenge von Pararosanilin- und Eosanilinabkömm-lingen zu betrachten, in denen jedoch letztere überwiegen, da das gewöhnlicheEosanilin: C 20 H 19 N 3 , den Hauptbestandtheil des technischen Eosanilins bildet.
Von den Oxydationsmitteln, welche im Stande sind, das Anilinöl in tech-nisches Eosanilin zu verwandeln, dem Zinnchlorid, Quecksilberchlorid, Queck-silberoxydnitrat, der Antimonsäure und Arsensäure, hat nur das letztere eineausgedehnte technische Verwendung gefunden. Nach dem sogenannten Arsen -säureverfahren (Verfahren von Medlock, Girard und de Laire) erhitztman 100 Thle. Anilinöl (gewöhnlich aus 1 Tbl. Anilin und 2 Thln. Toluidinbestehend) mit circa 150 Thln. syrupförmiger Arsensäurelösung von 75 Proc.in einem gusseisernen Kessel unter stetem Umrühi'en 8 bis 10 Stunden langauf etwa 190° C. Man unterbricht die Operation, sobald eine herausgenommeneProbe nach dem Erkalten eine glasige, grün glänzende Beschaffenheit an-genommen hat. Die erkaltete und zerkleinerte Masse, die Fuchsinschmelze:wird alsdann unter Druck mit Wasser ausgekocht, das in Lösung gegangenearsenigsaure und arsensaure Eosanillin von dem TJngelöstgebliebenen, demFuchsinrückstand, getrennt und die geklärte Lösung hierauf mit Kochsalzversetzt. Durch letzteren Zusatz werden die arsenigsauren und arsensaurenSalze des Eosanilins in salzsaures Eosanilin umgesetzt, welches sich beim Er-kalten der Flüssigkeit ziemlich vollständig abscheidet, während arsenigsauresund arsensaures Natrium in Lösung bleiben. Die ausgeschiedenen Krystallevon salzsaurem Eosanilin werden mit Wasser gewaschen und durch TTmkry-stallisation aus kochendem Wasser gereinigt. Ueber die Gewinnung der freienBase siehe unten.
An Stelle des Arsensäureverfahrens zur Darstellung von Bosanilinen findetgegenwärtig, zur Vermeidung der giftigen Arsenlaugen, das Verfahren vonCoupier, bei welchem Nitrobenzol als Oxydationsmittel dient, ausgedehnteAnwendung. Zu diesem Zweck werden 100 Tille. Anilinöl (s. oben), welchezu 2 / 3 mit Salzsäure gesättigt sind, mit circa 50 Thln. Nitrobenzol und 2 bis3 Thln. Eisenpulver unter den gleichen Bedingungen wie beim Arsensäure-verfahren erhitzt. Die hierbei gebildeten salzsauren Eosaniline:
: C 19 H 17 N 3 + 2H 2 0Pararosanilin
C 6 H B .N0 2 + C 6 H Ö .NH 2 -J- C 6 fr>(CH 3 ).NH 2Nitrobenzol Anilin Toluidin
C 6 H 6 . NO 2 '-f- 2 C 6 H 4 (CH 3 ) . NH 2 = C 20 H 19 N 3 + 2 H 2 0Nitrobenzol Toluidin Eosanilin
werden der Masse durch Auskochen mit Wasser, unter Anwendung von Druckentzogen.