Chrysen etc.
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(glänzende, "bei 226° C. schmelzende Nadeln). Das Phenanthrenchinon löst sichin concentrirter Schwefelsäure mit dunkelgrüner Farbe. Schweflige Säurereducirt es zu einem farblosen Hydrochinon.
d) Fluoranthen, Pyren, Chrysen etc.
Im Anschluss an das Anthracen und Phenanthren sollen im Nachstehendennoch einige Kohlenwasserstoffe Erwähnung finden, welche meist in den höchst-siedenden Antheilen des Steinkohlentheers enthalten sind.
Fluoranthen: C 16 H 10 (Idryl), findet sich in den hochsiedenden An-theilen des Steinkohlentheers, sowie in den als Stupp bezeichneten, bei derDestillation von Quecksilbererzen entstehenden weichen, schwarzen Massen. Esbildet farblose, glänzende, bei 109° C. schmelzende Blätter, die sich leicht insiedendem Alkohol lösen.
Pyren: C 16 H 10 , ist im Steinkohlentheer und im Stupp von Idria enthalten.Es wird aus den über 360° C. siedenden Antheilen des Steinkohlentheers durchSchwefelkohlenstoff extrahirt; Pyren und Fluoranthen gehen hierbei in Lösung,während Chrysen ungelöst bleibt. Es krystallisirt aus Alkohol, worin esschwerer löslich ist als Fluoranthen, in farblosen, bei 149° C. schmelzendenTafeln welche in heissem Alkohol, Aether, Benzol und Schwefelkohlenstoffleicht löslich, sind.
Chrysen: C 18 H 12 , kommt in den höchstsiedenden Producten der trockenenDestillation zahlreicher organischer Körper vor. Vom Pyren kann es leichtin Folge seiner Unlöslichkeit in Schwefelkohlenstoff getrennt werden. Es kry-stallisirt in farblosen (im nicht ganz reinen Zustand gelb gefärbten), glänzenden,blau fluorescirenden, bei 245° C. schmelzenden Blättchen. In Alkohol, Aetherund Schwefelkohlenstoff ist es sehr schwer löslich, leichter löst es sich inBenzol. Durch Oxydation mit Chromsäure in Eisessiglösung geht es inChrysochinon: C 18 H 10 O 2 , über: rothe, bei 235° C. schmelzende Nadeln, diesich in Schwefelsäure mit tiefblauer Farbe lösen. Durch Destillation mitNatronkalk geht es in /S-Phenylnaphtalin: C 10 H 7 . C 6 H 5 , über: farblose,bei 102,5° schmelzende Blättchen.
Beten: C 18 H 18 , Methyl-, Isopropyl-Phenanthren, ist im Theerharzreicher Nadelhölzer, sowie in dem Erdharz einiger auf Torfmoorenwachsender Nadelhölzer enthalten. Es bildet glänzende, bei 98 bis 99° C.schmelzende, mit Wasserdämpfen flüchtige Blättchen, welche schwer in Alkohol,leicht in Aether und Benzol löslich sind.
Picen: C 22 H 14 , findet sich in den hochsiedenden Antheilen des Braun-kohlentheers und des californischen Petroleums. Es krystallisirt aus siedendemMesitylen in farblosen, blau fluorescirenden, bei 337 bis 339° C. schmelzendenBlättern die in den meisten Lösungsmitteln fast unlöslich sind. Das durchOxydation mit Chromsäure darstellbare Picenchinon: C 22 H 12 0 2 , liefert bei derDestillation mit Natronkalk Dinaphtyl: C 10 H 7 —C 10 H 7 .
In naher Beziehung zu den vorstehenden Kohlenwasserstoffen stehen viel-leicht das Idrialin: C 40 H 28 O, welches in dem Idrialit, einem in Idria vor-kommenden, der Steinkohle ähnlichen Minerale enthalten ist; ferner der inBraunkohlenlagern aufgefundene Scheererit und Hartit, sowie der imfossilen Fichtenharz im Fichtelgebirge vorkommende Fichtelit: C 18 H 3a ,Retenperhy drür, aus siedendem Ligroin in glasglänzenden, bei 46° C.schmelzenden Prismen krystallisirend.
Ueber Carotin: C 26 H 16 oder C 2 (C 6 B>-C 6 H*) 2 , siehe dort.
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