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(3-Naplitolnatrium etc.
über, von denen das eine, welches die OH.-Gruppe in dem nicht hydrirtenBenzolkern enthält, weisse, hei 58° C. schmelzende Nadeln von phenolartigemCharakter bildet, wogegen das andere, welches die OH-Gruppe in dem hydrirtenBenzolkern enthält, ein zähflüssiges, salheiartig riechendes Oel, ohne phenol-artigen Charakter ist. Letzteres ähnelt dem Borneol , Menthol und anderenalkoholartigen Körpern.
Prüfung. Die Beinheit des ß-Naphtols ergiebt sich durch die Farbe,den Schmelzpunkt, die vollständige Flüchtigkeit, die neutrale Beaction unddurch obige Beactionen. In Ammoniakflüssigkeit löse es sich vollständig(1 : 50) auf zu einer nur blassgelblich gefärbten Flüssigkeit.
Arzneilich finden die Naphtole, besonders das /3-Naphtol, ihrer phenol-artigen Eigenschaften wegen eine beschränkte Anwendung, dagegen dienen sieim ausgedehnten Maasse zur Herstellung zahlreicher Farbstoffe (siehe Theer-farben).
ß-Naphtolnatrium: C 10 H 7 . ONa, Mikrocidin, durch Eindampfen von,j-Naphtol mit ausgekochter Natronlauge in äquivalenten Mengen bei möglich-stem Luftabschluss darstellbar, bildet ein weisses, leicht veränderliches Pulver,welches sich in 3 Thln. "Wasser löst.
jä-Naphtolwismuth: C^H 1 . O(BiO)'?, Bismuthum ß - naphtolicum , istein hellbraunes, in "Wasser unlösliches Pulver.
/9-Naphtolquecksilber: [C 10 H 7 . 0] 2 Hg (?), Hydrargyrum ß-naphtoli-cum, durch Fällen von Quecksilberoxydnitratlösung mit /S-Naphtolnatriumlösungdarstellbar, bildet ein gelbliches, in Wasser unlösliches Pulver.
/S-Naphtolquecksilberacetat ist ein weisses, krystallinisches, derPhenol- und Thymolverbindung ähnliches Pulver.
Dijodid-/3-Naphtol, Naphtol-Aristol, bildet ein grüngelbes, geruch-und geschmackloses Pulver, welches unlöslich in Wasser, wenig löslich inAlkohol, leicht löslich in Chloroform ist. Wird ähnlich wie das Aristol (sieheS. 934) dargestellt.
/3-Naphtolsulfosaures Calcium: [C 10 H 6 (OH)SO 3 ] 2 Ca -f 3H a O,Asaprol, Abrastol, wird als Antisepticum arzneilich und technischempfohlen. Zur "Darstellung dieses Salzes wird /3-Naphtol (10 Thle.) mit con-centrirter Schwefelsäure (8 Thle.) im "Wasserbad erwärmt, bis sich die Massein Wasser klar löst, das Beactionsproduct dann mit Wasser verdünnt, heiss mitCalciumcarbonat gesättigt und nach dem Filtriren zur Trockne verdampft.Aus dem Bückstand lässt sich alsdann das a - naphtolsulfosaure Calcium durchAusziehen mit heissem Alkohol isoliren. "Weisses, krystallinisches, geruchlosesPulver, welches leicht in Wasser und auch in Alkohol löslich ist. Eisenchloridfärbt die wässerige Lösung blau.
Zum Nachweis von Abrastol im "Wein schüttele man 50 ccmWein mit 1 ccm concentrirter Schwefelsäure und 25 g Bleisuperoxyd 5 Minutenlang, filtrire alsdann und schüttele hierauf das klare Filtrat mit 1 ccm Chloro-form. Bei Gegenwart von Abrastol nimmt letzteres eine gelbe Farbe an."Wird der Chloroformauszug bei massiger "Wärme verdunstet und der gelbeBückstand mit einigen Tropfen concentrirter Schwefelsäure befeuchtet, so tritteine Grünfärbung ein (nach L. Briand noch bei Gegenwart von 0,01 bis 0,02 gAbrastol).
ß-Naphtolsulfosaures Aluminium: [C 10 H 6 (OH)SO S ] 6 A1 2 , Alum-n o 1, durch Umsetzung von ß - naphtolsulfosaurem Baryum mit Aluminium-sulfat darstellbar, bildet ein weisses, in Wasser leicht, in Alkohol schwer lös-