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2 (1896) Organische Chemie
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Diamidodiphenyl etc.

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Diamidodiphenyl: C 12 H 8 (NH 2 ) 2 (Benzidin), entstellt durch Reductionvon Dinitrodiphenyl und durch Umlagerung des isomeren Hydrazobenzols (sieheS. 904). Es ist eine zweisäurige Base.

Imidodiphenyl: C 12 H 8 : NH (Carbazol), findet sich in den zwischen320 und 360° C. siedenden Antheilen des Steinkohlentheers. Als Nebenproduct trittes hei der Anilinfabrikation auf, sowie beim Leiten von Anilin oder Diphenyl-amin durch glühende Röhren. Es bildet farblose, leicht sublimirbare, ' ; bei238° C. schmelzende Blätter.

Diphenylbenzol: C 6 H 4 !„ 6 „ B , entsteht neben Diphenyl beim Leiten

von Benzol durch glühende Röhren. Es bildet farblose, bei 205° C. schmelzendeBlättchen. Das damit isomere, gleichzeitig gebildete Isodipheny lbenzolschmilzt bei 85° C.

C 6 H 3 (C 6 H 5 ) 3 , entsteht beim Erhitzen von Aceto-mit Phosphorsäureanhydrid oder, entsprechend derAceton (s. S. 872), bei der Einwirkung von Chlor-

Es krystallisirt in grossen rhombischen, bei 169° C.

C 6 H 5 —CH 2 —C 6 H 5 (Benzylbenzol), durch Erhitzenund Zinkstaub gebildet, krystallisirt in farblosen,bei 26,5° C. schmelzenden Nadeln. Es siedet bei

Triphenylbenzol:phenon: C°H 5 —CO—CH 3 ,Bildung von Mesitylen ausWasserstoff auf dieses Keton.schmelzenden Tafeln.

Diphenylmethanvon Benzylchlorid, Benzolorangeähnlich riechenden,262° C.

Triphenylmethan: CH(C 6 H 6 ) 3 , entsteht (neben Diphenylmethan) durchEinwirkung von Chloroform auf Benzol bei Gegenwart von Aluminiumchlorid.Es bildet glänzende, farblose, bei 93° C. schmelzende Blättchen.

Ditolyl: CH 8 . C 8 H 4 —C 6 H 4 . CH 3 (aus Parabromtoluol und Natrium),schmilzt bei 121°C; Dibenzyl: C 6 H B . CH 2 —CH 2 . C 6 H 6 (aus Benzylchloridund Natrium), schmilzt bei 52°C; Diphenyläthan: CH 3 —CH(C 6 H 6 ) 2 (ausBenzol, Paracetaldehyd und Schwefelsäure), ist eine bei 268 bis 271° C. siedendeFlüssigkeit; Benzyltoluol: C 6 H 5 . CH 2 —C 6 H 4 . CH 3 (aus Benzylchlorid,Toluol und Zinkstaub), ist eine bei 285° C. siedende Flüssigkeit.

/C 6 H*Diphen.ylenmethan: C 13 H 10 oder CH 2 ( | (Fluoren), findet sich

\ C 6 H 4

im Steinkohlentheer (zwischen 300 und 305° C. siedend). Es entsteht beimLeiten von Diphenylmethan durch glühende Röhren. Es bildet farblose, violettfluorescirende, bei 113° C. schmelzende Blättchen.

Diphenyläthylen: C 6 H B . 0H=CH . C 6 H B (Stilben, Toluylen),entsteht bei der Einwirkung von Natrium auf Benzaldehyd oder auf Benzal-chlorid; beim Leiten von Toluol über erhitztes Bleioxyd; bei der Destillationvon Benzylsulfid: (C 6 H B . CH 2 ) 2 S; beim 36 stündigen Erhitzen von Benzaldehydmit Schwefel auf 180° C. etc. Es krystallisirt in monoklinen, bei 120° C.schmelzenden Blättern.

Tetraphenyläthylen: (C 6 H B ) 2 C=C(C 6 H 5 ) 2 , entsteht neben Tetra-phenyläthan: (C 6 H B ) 2 CH—CH(C 6 H 5 ) 2 , beimErhitzen von Benzophenon mitZinkstaub. Ersteres schmilzt bei 221° C, letzteres bei 209° C.

Inden: C e H 4 <CpTx tf s= : CH, findet sich im Steinkohlentheer. Farblose r

bei 177 bis 178°C. siedende Flüssigkeit. Durch Reduction mit Natrium in alko-holischer Lösung geht es in das bei 176°C. siedende Hydrinden: C 9 H 10 , über.Schmidt, pharmaceutische Chemie. II, gg