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2 (1896) Organische Chemie
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Prüfung des Leuchtgases.

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OH 8 , Acetylen: C 2 H 2 , Allylen: C3H*, Butin: OH«, Benzol: C 6 H6,Styrol: C 8 H 8 , und Naphtalin: O 0 H 8 , von denen jedoch nur Aethylen,Propylen, Butylen und Benzoldampf in beträchtlicherer Menge in demLeuchtgase vorkommen. Zu der zweiten Gruppe der Leuchtgasbestand-theile ■— den verdünnenden Bestandteilen — gehört das Sumpfgas:CH 4 , der Wasserstoff: H, und.das Kohlenoxyd: CO. Ausserdementhält das gereinigte Steinkohlengas noch kleine Mengen von Sauer-stoff, Stickstoff, Wasserdampf, Kohlensäureanhydrid, Ammoniak, Schwefel-kohlenstoff, sowie bisweilen in mangelhaft gereinigtem Zustande auchvon Schwefelwasserstoff, Schwefligsäureanhydrid und anderen Stoffen.Nachstehende Zusammenstellung mag die Zusammensetzung einigerSteinkohlengase illustriren:

Wasserstoff........

Sumpfgas . ,.......

Kohlenoxyd........

Schwere Kohlenwasserstoffe

Stickstoff.........

Sauerstoff.........

Kohlensäureanhydrid . . .

Londoner

Leuchtgas

(Frankland)

100,00 100,00

Heidelberger Leuchtgas(Landold)

39,30

41,04

44,00

40,56

40,71 38,40

4,95

7,64

5,73

7,19

7,28

7,27

8,00

2,75

4,23

—

0,58

0,37

100,00

100,00

100,00

41,37

38,30

5,56

9,34

5,43

100,00

Prüfung. Das Leuchtgas sei frei von Schwefelwasserstoff (Prüfung mitBleiacetatpapier oder Einleiten in Bleiacetatlösung) und enthalte nur sehr ge-ringe Mengen von schwefelhaltigen Verbindungen (Schwefelkohlenstoff etc.). ZurBestimmung des Gesammtschwefels wird das Leuchtgas mit der acht- biszehnfachen Menge Luft verdünnt, durch ein glühendes, Platinschwamm ent-haltendes Platinrohr geleitet, die bei der Verbrennung gebildete Schwefelsäuredurch Kaliumcarbonat, welches sich in demselben Bohre befindet, absorbirtund schliesslich hierin bestimmt.

Zur quantitativen Bestimmung des Schwefelwasserstoffsim Leuchtgase sauge man davon 5 bis 10 Liter mittelst eines als Aspiratorwirkenden Gasometers langsam durch reine verdünnte Natronlauge, welchesich in zwei, mit einander in Verbindung stehenden Kölbchen oder Drechsel'-'sehen Waschflaschen befindet. Nach Beendigung des Versuchs bringe man dieNatronlauge in einen 100 cem-Kolben, füge lOccm y 4 -Normal-As 2 0 3 -Lösung(s. I. Thl. S. 221) zu, säure die Mischung mit Salzsäure an und fülle sie mitWasser bis zur Marke auf. Nach dem Absetzen des ausgeschiedenen As 2 S 3filtrire man durch ein trockenes Filter in ein trockenes Gefäss, messe von demFiltrat 50 cem ab und bestimme den noch vorhandenen Gehalt an As 2 O s durchTitration mit V 10 -Normal-Jodlösung (nach Uebersättigung mit NaHCO 3 , vergl.