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58 Allgemeine chemische Beziehungen der organ. Verbindungen.
Wasserstoffatome dabei ersetzt wird. Auch bei Ersatz eines zweiten Wasser-stoffatomes durch CO. OH ist nur eine Configuration möglich, wenn dasselbean das gleiche Kohlenstoffatom gebunden ist, wie das erste. Ist dieses zweiteCarboxyl: CO.OH, dagegen an ein beliebiges andere Kohlenstoffatoni gebunden,so sind je nach der räumlichen Gruppirung der beiden Carboxyle zur Ebenedes Kohlenstoffringes C°, je zwei Isomere denkbar (X = CO .OH):
H H
H X
X X
H X
H X
C
C
C
C
C
?c/Nc H
H„/\ H
H L [ |°H
H /\„H
H° °H
H /\„H
hM ra
H cAc H
h l rs
H H
H°\/ Ü H
H 0 | | p H
Hj LHH C \/^H
H r LHH L \/ Ü H
H p | LHH Ü \/°H
C
C
C
C
C
H H
H H
H H
H X
X H
Hexametbylen
I.
II.
Durch die Formeln I. und II., in denen die Carbox\'le wie in der Malern- undFumarsäure gruppirt sind (s. oben), gelangen die beiden Isomeren Hexahydro-Terephthalsäuren : C 6 H 10 (CO . OH) 2 , zum Ausdruck.
Auf ähnliche Verhältnisse ist auch die Isomerie des et- und /J-Trithio-aldehyds, denen beiden die Formel:
H CH 3
s c
H /—\
c< >s
CH sX
C
H CH 3zukommt, zurückzuführen.
Auch das Vorhandensein eines S ti cks toff a tomes kann Veranlassungzu geometrischer Isomerie geben, wenn seine drei Affinitätseinheiten nicht ineiner Ebene liegen, sondern von der Ecke eines Tetraeders aus, in der sich dasN-Atom befindet, zu den drei anderen Ecken hin liegend gedacht werden.Diese Annahme würde eine Erklärung geben für die Existenz je zweier Ver-
/ abindungen Nabe und cN=C(
X b
X— c
-C—b
-N
a—C—b
Tautomerie.
In neuerer Zeit sind verschiedene Verbindungen dargestellt worden, welchein Lösung in zwei isomeren Formen auftreten, während für den festen Zu-stand nur eine Form bekannt ist. Derartige Verbindungen werden alstautomer, die Erscheinung selbst als Tautomerie (von recizö, dasselbe undutQog) bezeichnet. Solche tautomere Körper sind z. B.:
H—C=N C=N—H HO-CeS 0=C=NH
Cyanwasserstoff Isocyanwasserstoflf Cyansäure Isocyansäure
Die Tautomerie findet vielleicht eine Erklärung darin, dass jene tautomerenKörper ein durch besondere Beweglichkeit innerhalb des Molecüls ausgezeich-