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Allgemeine chemische Beziehungen der organ. Verbindungen.zwei Dichlorsubstitutionsproducte ab, welche in Folge der Verschieden-heiten, die die chemischen Orte der Chloratome zeigen, wesentlich inihren Eigenschaften von einander abweichen:
CH 2 C1I
CH 3
^^^^^^^_ CH 2 C1 CHCl 2
Aethylenchlorid Aethylidenchlorid.
Bei dem Propan: C :i H 3 , steigt die Zahl der möglichen und thatsäehlich
auch bekannten Dichlorsubstitutionsproducte bereits auf vier:
CHCl 2 CH 3 CH 2 C1 CH 2 C1
CH 2 CC1 2 CHCl CH 2
tili
CH 3 CH 3 CH 3 CH 2 C1.
Die Anzahl der Disubstitutionsproducte, welche sich von den ge-sättigten Kohlenwasserstoffen ableiten, wird eine noch viel beträchtlichere,wenn die substituirenden Elemente oder die substituirenden Atomgruppennicht, wie in vorstehenden Beispielen, einander gleich, sondern von ein-ander verschieden sind, so z. B. Wasserstoffatome gleichzeitig durchChlor und Brom oder durch die Gruppen OH und NH 2 ersetzt werden.
"Werden an einem Kohlenstoffatome oder an einem Kohlenstoff-kerne Affinitäten durch mehrwerthige Elemente befriedigt, so könnenletztere entweder mit ihren sämmtlichen Valenzen an Kohlenstoff ge-bunden sein, oder nur mit einem Theile derselben. In letzterem Fallesind die nicht durch Kohlenstoff gesättigten Valenzen jener mehr-werthigen Elemente durch andere Elemente befriedigt,bindungen:
In den Ver-
0=C<
^H
^HxH
Ce
IH
a*
H-O
\h
Ameisensäurealdehyd Aethylensulfid Cyanwasserstoff
sind z. B. die gesammten Affinitätseinheiten des Sauerstoffs, Schwefelsund Stickstoffs durch Valenzen des Kohlenstoffs gesättigt. In den Ver-bindungen :
/ H
C^-H
I Xhl/HH-S—C<
X H
____ „__. Aethylmercaptan
sind dagegen die Elemente Sauerstoff, Schwefel und Stickstoff nur durchje eine Affinitätseinheit an Kohlenstoff gebunden, die noch übrigbleiben-den dagegen durch Wasserstoff gesättigt.
In zahlreichen organischen Verbindungen sind die Atome mehr-werthiger Elemente auch in der Weise gebunden, dass die einzelnen
/ H
-C^H
Nh
H
h/
/ H
N—C^H
\h
Methylalkohol
Methylamin