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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Schmetterlinge.

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B. Dämmerungsfalter. Sie fliegen in der Dämmerung, die Flü-gel sind schmal, meistens, besonders die oberen düster gefärbt, in der Ruhehorizontal hängend.

b. Schwärmer, Sphingidae. Fühler dreikantig. Die Raupen nackt,mit einem Hörn am Schwänze, die Puppe ohne Hülle, in der Erde, mitstarkem Rüsselwulste.

Dahin: Schwärmer, Sphinx; gross er Weins ch wärmer, Sphinxelpenor; W olfs milchsch wärme r, Sphinx euphorbiae; Todtenkopf,Sphinx atropos; Abendpfauenauge, Sphinx populi etc.

c. Widderchen, Zygaenidae; Glasflügler, Sesia.

C. Nachtfalter. Sie fliegen nach der Dämmerung umher. Leibkurz, dick. Flügel in der Ruhe dachförmig.

d. Spinner, Bombycidae. Fühler meist borstenförmig oder gezähnt.Die Puppe lebt in einem Gespinst.

Dahin: Nachtpfauenauge, Saturnia; Seidenspinner, Bombyxmori. Ursprünglich in China heimisch, von wo er nach Constantinopel,später nach Sicilien, Italien und Frankreich gebracht wurde. Die Pflege die-ses nützlichsten Schmetterlinges ist von dem Anbau des Maulbeerbaumes, vondessen Blättern die Raupen allein lebt, abhängig. Um sich zu verpuppen,umgiebt sich die Raupe mit einem dichtgewobenen, gelben Gespinst (Co-conj, welches aus einem einzigen Faden gewoben ist. Die Cocons weidengesammelt, die Puppe mit Wasserdampf getödet, dann getrocknet. Dervon dem natürlichen Gespinst abgewickelte Faden, giebt mehrfach zusam-mengesponnen, einen Seidenfaden. 1 Loth Eier geben 25000 Raupen,diese ungefähr 60 Pfund Cocons und diese 7—8 Pfund Rohseide. Ausserdiesen gehören zu den Spinnern noch der Pr ocessionsspinner, Gaslro-pacha processionea; Ringelspinner, Gastropaeha neustria; Goldafter,Liparis chrysorrhoea, die Raupe der beiden letzteren den Obstbäumen sehrschädlich; Fichtenspinner oder Nonne, Liparis monacha, die Raupesehr gefrässig und schädlich.

e. Eulen, Noctuadae. Fühler fast immer borstenförmig, Vorderflü-gel schmal und dachförmig liegend. Gewöhnlich ist der Kopf, wie der derwirklichen Eulen, (Strigidae) mit einem kragenförmigen Kranze umgeben.

Dahin: Blaukopf, Episema coeruleocephala, die Raupe den Obst-pflanzungen schädlich; Wiutersaateule, Agrotis segetum, die Raupeden Gartenpflanzen schädlich; blaues Ordensban d, Catocala fraxini etc.

f. Spanner, Geometrae. F.ühler borstenförmig. Die Raupen 10beinig, gehen wegen Mangels der* mittleren Bauchbeine, mit gewölbtenRücken und spannend.

Dahin: Birkenspanner, Amphidasis betularia; Blatträuber,Fidonia defoliaria, die Raupe beiderlei! Laubhölzern und Obstpflanzungensehr schädlich; Wint erspanner,' Acidalia brumata. Oft im Deeember ingrossen Schaaren erscheinend. Raupen den Obstbäumen sehr schädlich.

D. Zu den kleinen Schmetterlingen gehören:

g. Lichtmotten oder Zinnsle*, Pyralidae." Sie tragen die Vor-derflügel nicht geschultert, bilden in der Ruhe damit ein Dreieck und sindmeist metallisch oder seidenartig glänzend gefärbt.

Dahin: Metalllichtmotten, Pyralis; Saallichtmotten, Scopula.

h. Wickler, Tortricidae. Sie tragen die Vorderflügel stark ge-schultert, in der Ruhe dachförmig. Die Raupen spinnen Blätter zusammen,wickeln und lassen sich an Faden herab.

Dahin: Fruchtwickler,^Cacpocapsa; W T iekler Tortrix.

i. Motten, Tineadae. Die Vorderflügel sind sehr schmal, nicht ge-schultert, die Hinterflügel ig. de* Ruhe gefaltet. Die Raupen einiger, Mi-