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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Zweiflügler.

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nirraupen sind den Blättern der Culturpflanzen, die anderer den Betten,Kleidern etc. schädlich.

Hierher gehören: Schabe, Tinea, Langfühler, Adela.

k. Federmotten, Alueitadae. Flügel federartig ausgeschnitten.Federmotte Alucita.

4) Zweiflügler. Diptera.

Insekten mit zwei durchsichtig häutigen und aderigen Flügeln. Einigeohne Flügel. Dahinter stehen zwei gestielte Knöpfchen (Schwingkölbehen).Die Unterlippe ist zu einem Saugorgan gestaltet. Sie machen eine voll-kommene Verwandlung durch.

Körperbau. An dem Körper der Zweiflügler folgen die drei Kör-perabschnitte der Insekten dicht und unmittelbar aufeinander. Am Kopfestehen die zwischen den Augen eingelenkten Fühler. Die Augen sindPacettenaugen, zuweilen sind ausser diesen noch Nebenaugen vorhanden. DieHundtheile sind von der verschiedenartigsten Bildung. Die Unterlippebildet die Saugröhre, welche bei einigen zum Stechen eingerichtet ist.Die Füsse haben immer 5 Glieder, deren letztes das Klauenglied heisst,ausserdem 2—3 Fussb allen.

Fortpflanzung. Die Zweigflügler legen ihre Eier meistens anfaulende organische Substanzen, oder in stehende Gewässer, zuweilen auchunter die von ihnen durchbohrte Haut lebender Thiere; oder jene gelangenauch zufällig in die inneren Höhlungen dieser und entwickeln sich dort,nie z. B. die einiger Bremsen, Oestrus, im Darmkanal der Pferde, oder imSchlünde des Rindviehes, der Kopfhöhle der Schafe. Die auskommendenLarven sind weich, ohne Füsse, oft ohne deutlich gesonderten Kopf. Zu-weilen entwickeln sich die Larven, ja manchmal sogar die Puppen im Mut-terleibe, so dass Puppen geboren werden. Die Fortpflanzung ist eine ausser-ordentlich zahlreiche.

Lebensweise und Wohnorte. Die Zweiflügler leben entwederschwirrend in der Luft oder im Wasser, welche letztere Arten sich durchzahlreiche Kiemen auszeichnen, oder sieleben, wie die Flöhe, als Parasitenauf andern Thieren. Ihre Nahrung besteht entweder aus Pflanzensäften,dem Blute der Thiere, oder aus sich zersetzenden animalischen Flüssigkei-ten. Sie sind ausserordentlich zahlreich, besonders unter den Tropen. Mankennt an 10000 Arten.

Ein Nutzen für den Menschen ist nicht ersichtlich. Wohl aber be-lästigen Fliegen , Mücken, Schnacken , Flöhe, unter den Tropen die Mos-quitos den Menschen; Bremsen, namentlich Oestrus-Arten, die Haus- undJagdthiere.

Eintheilung. Man theilt die Zweiflügler ein in: a) Mücken,b) Flöhe, c) Fliegen, d) Lausfliegen.

a) Mücken. Einen Saugrüssel mit fleischiger Lippe und Tastern,geflügelt, die Fühler länger als der Kopf.

Dahin gehören: Stechmücke, Culex, darunter die gemeine Stech-mücke und die Mosquitos; Bachmücke, Tipula; Gallmücke, Cecido-mya; Kriebelmücke, Simulia, darunter die Kolumbatzscher Mücke, Si-mulia maculata, welche in ungeheurer Anzahl zuweilen das Rindvieh über-fällt und durch unzählige Stiche in die Schlundgegend tödtet.

b) Flöhe. Einen Saugrüssel mit zwei Schuppen oder Scheidenblät-tern, Fühler sehr kurz, ungeflügelt. Springbeine, Schmarotzer.

Darunter: Floh, Pulex.

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Ziurek, Elementar-Handbuch der Pharmacie.

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