Schmetterlinge.
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einzeln, fast immer auf Pflanzen, deren Theile sie dann mit ihrenstarken Kiefern als Nahrung abfressen. Für ihre affallend rasche Ent-wickelung haben sie reichliche Nahrung nöthig, ihre grosse Anzahl ver-mehrt diesen Bedarf oft so bedeutend, dass auf ganzen Wegstrecken alleBlattsubstanz ihnen zum Opfer fällt. Der Naehtheil, den sie so für die Cul-turpflanzen haben, wird oft dadurch vermehrt, dass sie im Frühjahr aus-kommen und die Blatt- oder Blüthenknospen verzehren.
Schmetterlinge leben in grosser Anzahl überall dort auf der Erde,wo milde mittlere Temperatur ihren Entwickelungsprocess und ihr eigeneszartes Dasein möglich macht. In der warmen Zone und besonders dort,wo die pflanzliche Vegetation eine reiche ist, sind auch die Schmetter-linge durch ihre grosse Anzahl, durch ihre Grösse und ihre Farbenprachtausgezeichnet. Man kennt an 20000 Arten, wovon über 2000 in Europaleben.
Ein Nutzen ist nur von denjenigen offenbar, deren Raupen durchihr Gespinst die Seide liefern. Dagegen sind die Raupen aller anderenSchmetterlingen mehr oder weniger schädlich. Diese Schädlichkeit hängtab von dem Umfange ihrer Vermehrung, von der Art der Nahrung undvon der Jahreszeit ihres Erscheinens.
Seit der Mensch die Cultur der Pflanze begonnen, hat er nöthig gehabtKrieg gegen diese Feinde der Pflanzencultur zu führen. Das Abraupen derBäume, wo die Raupen noch im Gesellschaften (Spiegel) zusammen leben,wird in den meisten deutschen Staaten polizeilich geboten. Und doch würdediese Vertilgung oft unmächtig gegen die Ueberfülle der Vermehrung dieserkleinen Wesen sein, wenn nicht in dem natürlichen Laufe der atmosphäri-schen und tellurischen Wechselumstände eben so die Vernichtung als dieErzeugung der dem Gesammtentwickelungsgange der Dinge verderblichenUeberfülle vorgezeichnet worden wäre. Ungünstige Witterung, früher oderspäter Frost, häufige und kalte Regen tödten zuweilen an einem Tage Mil-liarden der Raupen, die [allen Vernichtungsmittel der Menschen Trotz geboten.Ausserdem leben in einer Menge kleiner Säugthiere, namentlich den Fle-dermäusen und dem Igel, dann in den Vögeln, besonders den Singvögeln,den Reptilien, Raubinsekten geborne Feinde der Raupen. Hieraus erhelltauch besonders, wie nöthig diese Thiere sind und wie verständnisslos undzum Nachtheil der Menschen die Tödtung derselben ist. ■—
Eintheilung. Man theilt die Schmetterlinge, je nach der Tages-zeit, in der sie herumfliegen, in 4 grosse Gruppen: Ä. Tagfalter; B.Dämmerungsfalter; C. Nachtfalter und D. kleine Schmetter-linge und innerhalb dieser in 10 Familien: a. Echte Tagfalter, Papi-lionina; b. Schwärmer, Sphingidae; c. Widderchen, Zygaenidae; d.Spinner, Bombycidae; e. Eulen, Noctuadae; f. Spanner, Geometrae;g. Lichtmotten, Pyralidae; h. Wickler, Tortricidae; i. Motten, Ti-r.eadae; k. Federmotten, Alucitadae.
A. Tagfalter. Die Tagfalter fliegen nur am Tage aus; ihre Flügelsind gross, haben fast immer lebhafte Farben und stehen in der Ruhesenkrecht zusammen gefaltet.
a. Echte Tagfalter, Papilionina. Raupe mit Dornen, Puppe mitEcken versehen.
Dahin gehören unter andern: Perlmutter falter, Argynnis; Schil-lervogel, Apaturairis; Distelfalter, Vanessa cardui; Admiral, Vanessaatalanta; Tagpfauenauge, Vanessa jo; Trauermantel, Vanessa an-tiopa; grosser Fuchs, Vanessa polychloros; Schwalbenschwanz,Papilio machaon; Segelf alter, Papilio podalaris; W eissling, Pontia;Citronenvogel, Colias rhamni etc.