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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Schmetterlinge.

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zahl von 4— 5000 Zellen gefertigt und mit Honig gefüllt werden können.Es macht dies eine Wabe von fast einem Quadratfuss aus.

Das Nähere über Wachs und Honig ist schon in der Chemie S. 609und 645 gesagt worden.

3) Schmetterlinge. Lepidop tera.

Insekten mit vier Flügeln. Diese sind mit ausserordentlich vielenFig. 384. kleinen Schuppen bedeckt. Die Schmetterlinge haben

einen Sauger- oder Rollrüssel Fig. 384 und machen einesehr vollkommene Metamorphose durch.

Der Körperbau. Der Körper der Schmetter-linge erscheint zu dem Umfange der Flügel grössten-theils sehr klein. Er ist lang gestreckt, mit einem klei-nen Kopfe versehen und meistens mit dichten, langenHaaren besetzt. Am Kopfe stehen zwei grosse zusam-mengesetzte (Facetten) Augen Fig. 384; ausser welchenmehrentheils noch zwei einfache Augen vorhanden sind.Die Mund theile sind unvollkommen entwickelt undbilden einen langen, in der Ruhe spiralförmig aufgeroll-ten Saugrüssel (Rollrüssel), der bei vielen eine ver-hältnissmässig sehr grosse Länge erreicht, so dass siefliegend damit auf den Blüthengrund reichen und diedort vorhandenen zuckerhaltigen Säfte aufzusaugen ver-mögen. Die Fühler sind vielgliedrig, verschieden lang, und verschiedengestaltet. Die Brust ist gedrungen, viel kürzer als der, aus 6—7 Gliedernbestehende Hinterleib.

Die Fortpflanzung und Metamorphose. Die Verwandlung istbei den Schmetterlingen eine sehr vollkommene. Das Weibchen legt dieEier immer an Orte, an denen es mit vielen Instinkt für die Nahrung derauskommenden Larven (Raupen) sorgt. Auch umgiebt es sie grössten-theils mit einem, dieselben gegen die Ungunst der Witterung schützendenGespinste. Die Raupen haben einen lang gestreckten, grösstentheils horn-artigen Kopf, daran sechs einfache Augen. Am Leibe haben sie 12 weicheRinge, von welchen die drei vorderen je drei Fusspaare, die hinteren mehrereAfterfüsse tragen. Sie haben deutliche Kauorgane und an der Unterlippeein Spinnorgan, vermittelst dessen sie sich zur Verpuppung einspinnen (Co-con). Nach mehrmaligen Häutungen verwandelt sich die Raupe in diePuppe. Diese ist verschieden gestaltet, eckig bei den Tagfaltern, rundund nackt bei den Schwärmern und Eulen, oder auch behaart; sie liegtentweder frei in der Erde, oder in einem Gespinnste, oder, sie hängtfrei in der Luft an Zweigen, Mauervorsprüngen etc. Aus der Puppe ent-wickelt sich innerhalb 2 — 3 Wochen der Schmetterling. Diese begattensich und sterben bald darauf, das Weibchen, nachdem es die Eier ge-legt hat.

Lebensweise und Wohnorte. Die Schmetterlinge saugen wäh-rend ihrer kurzen Lebenszeit die Säfte der Pflanzen auf. Sie fliegen hierzu,entweder am Tage, oder in der Dämmerung, oder endlich nach der Dämme-rung umher. Sie, insonders die Tagschmetterlinge, erfreuen durch ihrereiche Farbenpracht, durch die Zartheit ihres Baues und die Grazieihres Fluges und ihrer Bewegungen das Auge und bilden eine Gruppeharmloser und ätherischer Geschöpfe. Nicht dasselbe gilt von denUnterstufen ihres Wandelungsvorganges. Die aus den Eiern ausgekom-menen Raupen leben bald gesellig, dann in ungeheurer Anzahl, bald