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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
Entstehung
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847
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Der Samen.

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Frucht wenigstens zweimal länger als breit ist, und das Schötchen, sili-cula, wenn sie höchstens anderthalbmal länger als breit ist.

Die Steinfrucht, drupa, ist eine mehr oder weniger fleischige ober-ständige freie Frucht, mit einer verholzten St ein schale, putamen.

Die Beere, bacca, ist eine fleischige Frucht, bei welcher die Nähteder Fruchtblätter verschwunden sind und die innere Fruchthaut entwedersehr zart oder auch erhärtet ist.

Die Kürbisfrucht, pepo, ist eine dreifächerige fleischige Frucht,die durch nochmalige Umschlagung und Verwachsung der Scheidewändesechsfächerig erscheint.

Die Apfelfrucht, pomum, ist eine aus mehreren Fruchtblättern ent-standene Frucht, die mit dem ausgewachsenen sehr fleischig gewordenenUnterkelche verwachsen und umgeben sind.

Zusammengesetzte Früchte sind aus mehreren einzelnen Früch-ten gebildet, z. B. die Himbeere, Maulbeere etc.

Vi

Der Samen. Semen.

Das durch die Befruchtung mit demFig. 331. Keime, Embryo, der Anlage zu einer neuen

Pflanze, versehene und ausgewachsene Eichenist der Same.

Die Entstehung des Samens wird alsodurch die Befruchtung der in dem Fruchtkno-ten vorgebildet vorhandenen Eichen bedingt.Die auf die Narbe st, Fig. 331, fallenden Pollen-körner p erleiden hier die schon besehriebeneVeränderung. Sie bilden sich zu häutigen lang-gedehnten Organen, den Pollenschläuchen, ps.aus. Diese dringen zwischen den Papillen derNarbe in den Staubweg und in diesem ent-lang in den Fruchtknoten g, an die dort be-findlichen Eichen oo, und zwar durch denKnospenmund in den Keimsack des Knospen-kernes der Samenknospe, welche das Eichenvorstellt.

Fig. 332.

Knospenmund.

Aeussere Knospenhülle.-Innere Knospenhülle.Keimsack.Knospenkern.

Knospengrund.

Denn so wie in den Blattachseln Knospen sich bilden und sichdort weiter entwickeln, so entstehen auch im Fruchtknoten Knospendie Samenknospen oder Eichen. Die Samenknospe oder das Ei-chen, Fig. 332, besteht ursprünglich aus einem kleinen zarten Knöpf-