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Die Staubgefässe.
Der Staubbeutel ist der wesentliche Theil der Staubgefässe, der niefehlen kann. Er besteht gewöhnlich aus 2 Kammern oder Fächern, loculi11 Fig. 321, die durch das Mittelband, connectivum e Fig. 321 verbundensind und den Befruchtungsstaub, pollen, enthalten.
Der Staubbeutel ist aus der Blattfläche und das Mittelband aus demMittelnerv des Blattes, aus welchem ursprünglich das Staubgefäss sich ge-bildet, entstanden.
Die Staubbeutel entwickeln sich meist in ein und derselben Weise.Selten kommen einfächrige Staubbeutel vor Fig. 322. Selten sindauch die Fächer auf beiden Seiten einfach, in welchem Falle dieselbenzweifächrig heissen Fig. 323.
In den meisten Fällen sind die Kammern durch eine senkrechte Schei-dewand nochmals in zwei Fächer getheilt und heissen die Staubbeutel dannvierfächrig Fig. 324.
Fig. 322.
Fig. 323.
Fig; 324.
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Damit die Fortpflanzung geschehen könne, ist erforderlich, dass derBefruchtungsstaub aus den Fächern, in denen er liegt, herausdringt; dieStaubbeutel müssen daher aufspringen.
Das Aufspringen der Staubbeutel erfolgt dadurch, dass nach und nachdas Füllgewebe des Staubbeutels verändert wird, austrocknet und die Flä-chen jenes sich zusammenziehen. Dadurch wird meistens an den Stellenoder Nähten, an denen die Vereinigung der ursprünglichen Blattflächen zuder Form der Staubbeutel geschehen war, die Verbindung schlaffer und end-lich ganz aufgehoben. Der Staubbeutel springt auf und der darin befind-liche Befruchtungsstaub entleert sich und dringt durch die Staubwege derStempelmündung in das Innere des Stempels, Fig. 321.
Das Aufspringen der Antheren geschieht entweder nach innen odernach aussen, der Länge nach, oder in Spalten, oder der Quere nach, oderin Löchern, oder in Klappen.
Der Befruchtungsstaub, pollen, ist in einem besonderen Zellgewebeentstanden, welches die Fächer der Anthere, die sich durch Einrollen derBlätter gebildet haben, ausfüllt. Der Pollen besteht aus kugeligen oderelliptischen, oder linsenförmigen oder polyedrischen Körnern, den Pollen-körnern. Sie bestehen aus einer Hülle, tegmen und dem Befruch-tungsstoff, fovilla. Die Hülle besteht aus einer Membran, die entwedereinfach, oder zumeist doppelt ist.
Gelangt das Pollenkorn beim Aufspringen des Staubbeutels auf dieStempelmüudung und kommt in Berührung mit der hier immer vorhan-denen Feuchtigkeit, so schwellen die häutigen Hüllen des Pollenkornes