Der Stempel.
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auf und es entwickelt sich aus ihnen ein schlauchähnliches Körperchen,der Pollens chlauch, welcher den Befruchtungsstoff einschliesst. DiesePollenschläuche dringen von der Stempelmündung durch den Griffelkanalin die Höhlung des Fruchtknotens zu den Eichen und befruchten dieselben.Aus dem Eichen und dem auf dasselbe eindringenden Befruehtungsstoffedes Pollenschlauches bildet sich der Keim als die Grundlage eines neuenin der Mutterpflanze erstehenden selbstständigen Individuums.
Bei der Beschreibung der Pflanzen nimmt man in Bezug auf dieStaubgefässe Rücksicht auf ihre Anheftung, ihre Zahl, ihre Grössen-verhältnisse und ihre Verwachsung.
Nach der Anheftung heissen die Staubgefässe unterweibig, st.hypogyna, wenn sie unter dem Pistill oder Fruchtknoten angewachsen;um weibig, st. perigyna, wenn sie über dem Grunde des Pistills, ringsumdasselbe angeheftet; oberweibig, st. epigyna, wenn sie aus einem mit demPistill verwachsenen Unterkelche, der sich über das Pistill hinaufzieht, ent-springen, also gleichsam auf dem Pistill gestellt erscheinen.
Der Zahl nach bezeichnet man sie bis 10 genau, bis 20 ungefähr,über 20 als zahlreich.
Ihrer Grösse nach heissen sie gleichlang oder ungleichlang. In letz-terem Falle zweimächtig, didynama, wenn von 4 Staubgefässen 2 län-ger sind, viermächtig, tetradynama, wenn von 6 Staubgefässen 4 län-ger sind.
Nach ihrer Verwachsung heissen sie 1, 2, viel-brüdrig, st. mono-dia-polyadelpha, wenn sie mit ihren Staubfäden in 1, 2 oder viele Bündelverwachsen sind. Sind die Staubgefässe mit ihren Antheren verwachsen,so heissen sie st. syngenesa, wenn sie mit den Griffeln verwachsen sindst. gjnandra.
Der Stempel. Pisfcillum.
Aus dem vierten Blattkreise der Blüthe ist der Stempel, pistillum,hervorgegangen. Er stellt das zu befruchtende oder weibliche Geschlechts-organ vor, welches nach der Befruchtung zur Frucht auswächst.
Der Stempel steht auf dem Stempelträger, gynophorum.
Am Stempel unterscheidet man den Fruchtknoten, germen seuovarium, den Griffel, Stylus und die Narbe, stigma.
Fig. 325.
Der Fruchtknoten, germen seu ovarium gFig. 325 ist der untere erweiterte Theil des Stem-pels. Er bildet die Anlage der künftigen Fruchtund enthält auch die Anlage zu den Samen, dieEichen, ovula o Fig. 325.
Der Griffel, Stylus sty. Fig. 325 ist die mehroder weniger fadenförmige Verlängerung des Frucht-knotens.
Die Narbe, stigma sti. Fig. 325 ist das obersteEnde des Griffels. Auf die Narbe fallen die Pollen-körner. Die Narbe ist mit zarten Schuppen, Pa-pillen, besetzt und mit einem Kanal, dem Narben-kanal durchbohrt, welcher durch den Griffel in dieHöhlung des Fruchtknotens reicht und durch wel-chen die auf die Narbe fallenden und auswach-senden Pollenschläuche zu den Eichen herunterglei-ten und diese befruchten.
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