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Die Blumeukrone.
Einfach, simplex, heisst der Kelch, wenn er nur aus einem Blatt-kreise besteht; doppelt, duplex, wenn er noch von einer Hülle wie voneinem zweiten Kelche unterstützt ist; gern ein schaftlich, communis oderBlüthenhülle, involucrum, wenn ein Kelch mehrere Blüthen umhüllt.Haarkro nenförmig, pappiformis, heisst der Kelch, wenn der Saum inhaarförmige Lappen übergeht und so die Haarkrone, pappus, bildet.
Nach seiner Dauer ist der Kelch hinfällig, caducus, wenn er vonder Blume abfällt; abfallend, deciduus, wenn er vor der ) Fruchtreifeabfällt; bleibend, persistens, wenn er noch bei der reifen Frucht vor-handen ist.
Blumenkrone, corolla.
Der innere, meist zarter gefärbte Blattkreis der Blüthe ist die Blu-menkrone, corolla. Sie ist stets von einem Kelche begleitet. Ihre Theilewechseln meist mit denen des Kelches und mit dem äusseren Kreise derStaub träger.
Die Blätter der Blumenkrone weichen viel auffallender von der Farbeder Stengelblätter ab, als wie die des Kelches. Sie sind es zumeist, welchedurch ihre Zartheit oder durch Pracht ihrer Farbe, durch ihre schönen For-men und oft durch ihre angenehmen Gerüche den hauptsächlichstenSchmuck der Pflanzenwelt ausmachen.
Die Blumenkrone ist entweder mehrblättrig oder einblättrig.Bei der einblättrigen Blumenkrone unterscheidet man die Röhre, tubus,den Saum, limbus, den Schlund, faux.
Die Blumenkrone ist entweder regelmässig oder unregelmässig.
Der Form nach heisst die einblättrige regelmässige Blumenkronekugelförmig, globosa Fig. 311; glockig, campanulata Fig. 312; trich-terförmig, infundibiliformis Fig. 243; präsentirtellerförmig, hypo-
Fig. 311.
Fig. 312.
Fig. 313.
crateriformis Fig. 314; radförmig, rotata Fig. 315, röhrenförmig,tubulosa Fig. 316.
Fig. 314.
Fig. 315.
Fig. 316.