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Der Kelch.
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Blätter die Kelch- und Bliithenblätter und Geschlechtstheile und statt derneuen Knospen die Samen entwickelt haben.
In der vollständig entwickelten Blüthe sind demnach vier Kreise her-vortretend, die als Kelchblätter, Blumenkronenblätter, als männliche undweibliche Geschlechtstheile gesondert bezeichnet werden. Bei den wenigervollständig entwickelten Blüthen fehlen die beiden, oder einer der äusserenKreise, dagegen sind die beiden inneren Kreise in jeder Blüthe vorhandenund daher auch als die wesentlichen Blüthenkreise angesehen.
Der Kelch, calyx.
Die Blätter des äussersten Kreises der Blüthe, welche sich durchihre grüne Farbe und durch ihre Beschaffenheit den Blättern nähern, be-zeichnet man als Kelchblätter, Kelch, calyx.
Nicht selten ist nur ein äusserer Kreis vorhanden, welcher die Ge-schlechtstheile umgibt. In diesem B'alle, mögen die Blätter, welche deneinen Kreis bilden, gefärbt oder grün erscheinen, bezeichnet man sie gleich-falls als Kelch, calyx oder perigonium simplex.
Der Kelch besteht entweder aus mehreren freien Kelchblättern undheisst dann mehrblättrig, oder er besteht durch Verwachsung der Sei-tenränder dieser aus einem Blatt, welches mehr oder weniger getheilt istund heisst dann einblättrig.
Der mehrblättrige Kelch wird durch die Anzahl der einzelnen freienBlättchen näher bezeichnet; nach diesen heisst er 2, 3, 4, vielblättrig; beidem einblättrigen Kelche dienen die Anzahl der Einschnitte als nähere Be-zeichnung.
Ausserdem wird bei der Beschreibung des Kelches auf die Gestaltungdes Saumes und des Grundes Rücksicht genommen. Der Saum, limbus,ist zumeist gezähnt, oder gespalten oder ungetheilt. Der Grunddes Kelches ist der Schlund, faux. Die Theile des Saumes heissenKelchzipfel, laciniae, wenn sie tiefer; Kelchzähne, dentes, wenn sieweniger tief sind.
Nach der Form ist der Kelch im Allgemeinen entweder regelmässig,wenn alle seine einzelnen Blättchen oder Zipfel vollkommen gleichgestelltsind, oder unregelmässig. Zu den regelmässigen Formen gehört der röhrige,walzenförmige oder cylinderförmige Kelch, c. cylindricus, tubulosus Fig. 306,der glockenförmige Kelch, c. campanulatus Fig. 307, der trichterförmigeK&lch, c. infundibiliformis Fig. 308, der kugelige Kelch, c. globosus Fig. 309.Der unregelmässige Kelch ist häufig lippenförmig, c. labiatus Fig. 310,
Fig. 306. Fig. 307.
Fig. 308.
Fig. 309.
Fig. 310.
wenn er durch einen Einschnitt in zwei Lippen getheilt ist.
Der Schlund des Kelches ist oft mit Haaren besetzt, behaart; zu-weilen durch zusammengeneigte Haare verschlossen, aber auch nackt.