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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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827
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Dicotylen - Stamm.

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Stamm folgende Anordnung. In der Mitte des Stammes, welchenFig. 284 im Durchschnitt zeigt, befindet sich unverändertes Füllgewebe,

Fig. 284.

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Oberhaut

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- Füllgewebe

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centrales Füllgewebe, welches das Mark, medulla, vorstellt. Um das-selbe stehen Gefässbündel, die aus Holzzellgewebe bestehen, in einemRinge und bilden das Holz. Die zwischen dem Gefässbündel hindurch-reichenden Theile des Füllgewebes heissen Markstrahlen. Die äusserenTheile der Gefässbündel bestehen aus langgezogenen Bastzellen und bildenden Bast; von den dem Holz sind sie getrennt durch das Bildungsgewebe,Cambium, von welchem die nach Aussen fortschreitende Bildung, der Ge-fässbündel ausgeht. Zwischen den Gefässbündeln und der Oberschicht liegtwiederum Füllgewebe, aus welchem die Rinde besteht.

Verfolgt man diese Gestaltung nur in einer Richtung von Innen nachAussen (Fig. 285 zeigt die Hälfte eines Dicotylen-Stammes in lOOmaligerVergrösserung), so erscheinen zuerst die dünnwandigen losen Zellen desMarkes, dann die dickwandigen Holzzellen, welche zusammenhängendein Gefässbündel bilden. Zwischen diesem Gefässbündel und dem halb-mondförmigen aus Bastzellen bestehenden Bastbündel befindet sich dasBildungsgewebe, Cambium. Darüber liegt das lockere Füllgewebeder Rinde, über dieser die quadratischen Zellen der Oberschicht,Epidermis, und über dieser die Cuticula.

Das Wachsthum des mehrjährigen Dicotylen - Stammes geht nun sovor sich, dass im zweiten Jahre im Umfange des Stammes ein neuer Kreisvon Gefässbündeln auftritt. Dieser Kreis entsteht, wie erwähnt, aus demBildungsgewebe, und zwar zwischen Holz und Bast. Dasselbe geschiehtim dritten Jahre, so dass der mehrjährige Stamm mit jedem Jahre einenneuen Gefässbiindelkreis erhält, welche Gefässbündelkreise auf dem Durch-schnitt deutlich hervortretende concentrische Ringe bilden. Man bezeichnetdiese Ringe als Jahrringe, da zu ihrer Bildung immer ein Jahr erforderlichist und kann nach ihnen das Alter der Bäume bestimmen.

Nicht in demselben Maasse als das Holz wächst die Rinde und dasMark, zumal das letztere, welches nur sehr geringen Zuwachs erhält undoft mit der Zeit ganz verschwindet.