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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Dicotylen - Stamm.Fig. 285.

CuticulaOberschicht

aDDDnanDGCOQj

Bildungsgewebe

Gefässbündel

Füllgewebe

Baslzellen

Cambium

Holzzellge-webeProsenchy m

FüllgewebeParenchym

I

Das Wachsthum des Holzes geschieht dadurch, dass die Holzzellen,welche den grössten Theil der Gefässbündel ausmachen, durch innere Ab-lagerung von Holzfaser (Cellulose) ihre Wände allmälig verdicken. EineFolge hiervon ist, dass sie in dem Maasse, als die Wände ihrer Zellendicker werden und daher ihre Thätigkeit, die Fähigkeit der Saftleitung ver-lieren, allmälig austrocknen. Hierdurch unterscheidet sich das ältere Holz,Kernholz, von dem jüngeren Holze, dem Splint.

Auch die Rinde erleidet in ihrer Weiterentwickelung Veränderungen.W ? enn der Stamm grössere Umrisse annimmt, so entstehen in der OberhautRisse, welche sich allmälig erweitern; endlich verschwindet die Oberhautgänzlich und das an die Oberfläche tretende Füllgewebe der Rinde bildetdann die Borke, welche durch das stärkere W T achsthum des Holzes ge-wöhnlich vielfach reisst oder sich abblättert. Zuweilen findet eine starkeVermehrung der äusseren Zellenschicht der Rinde durch loses ZellgewebeStatt, dieses bildet dann den Kork.

Der ältere Holzstamm besteht daher von Aussen nach Innen ausRinde, diese aus Kork, Borke, Bast, sodann folgt das Bildungsgewebe,diesem das jüngere Holz, Splint, diesem das ältere Holz, Kernholz, unddiesem das Mark.

Stamm der Monocotylen. Der Stamm der Monocotylen ist sehrmannigfaltig gestaltet. Er unterscheidet sich im Allgemeinen von demdicotylischen Stamme dadurch, dass die Holzbündel nicht in einer, sondernin mehreren Kreisen stehen, nie zu einem Ringe verwachsen, auch nichtstrahlenförmig nach Aussen sich entwickeln; so dass der Monocotylen-Stamm mehr aus Bündeln, der Dicotylen-Stamm mehr aus Kreisen und