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Besondere Lagerstätten.
Besondere Lagerstätten.
Lager. Sind Gesteine von den neben, über oder unter ihnen be-findlichen verschieden, so nennt man die Schicht derselben im Allgemeinenein Lager. Dies sind Erzlager, wenn sie nutzbare'Verbindungen derMetalle enthalten, Plötze, wenn sie nicht metallische Mineralien enthalten.Stöcke nennt man Lager von geringerer Ausdehnung.
Gänge. Die graden Klüfte und Spalten unserer Erdrinde, die miteiner von dem umgebenden Gesteine (Nebengestein) verschiedenen Minera-lien gefüllt sind, nennt man Gänge. Kleine schmale Gänge heissen Trüm-mer, die Vereinigung vieler Gänge Stockwerke. Die beiden Grenzflä-chen eines Ganges, welche das Nebengestein von dem Ganggesteine oderder Gangart, d.h. dem Inhalte des Ganges trennen, heissen Saalbänder.Gestein sgänge sind mit nicht metallischen Mineralien z. B. mit Kalk-spath, Schwerspath etc. gefüllt. Erzgänge enthalten Erze. Diese kommenvorzugsweise in jenen vor. Die Gänge sind die reichsten Lagerstätten derErze, sie füllen die unregelmässigen Bäume derselben aus, oder sind in dieGangart eingsprengt, oder durchziehen dieselbe in Schnüren. Drüsen oderBlasen räume nennt man die mit Krystallen ganz oder zum Theil aus-gefüllten Höhlungen.
Ver steinerungen.
Die Reste von organisirton Körpern früherer Perioden der Erdbildung,welche mehr oder weniger in Mineralmasse übergegangen oder von ihrüberzogen und inkrustirt sind, nennt man Versteinerungen oder Pe-trefakten. Versteinerungen sind erst mit den geschichteten Gebirgs-massen entstanden.
Die Bedeutung der Versteinerungen für die Geognosie.Es wird uns kaum gelingen, ein naturgetreues Bild der Gestaltung der Erd-oberfläche zu erhalten, wie sie in früheren Zeiten gewesen ist. Alle Vor-stellungen werden eben immer Gebilde der Imagination, die sich auf diejetzt vorhandenen Gestaltungen, Formen und die gegenwärtigen atmosphäri-schen .und tellurischen Verhältnisse beziehen, bleiben. Schon aus diesemGrunde müssen alle diese Vorstellungen irrig sein. Denn eben diese Verhält-nisse haben sich ja insgesammt ebenso verändert, als die Wesen, die früherdie Erdoberfläche bewohnt haben. Hierzu werden also die aufgefundenen Ver-steinerungen nie dienen können. Aber sie sind insofern für die Gegnosie undim Allgemeinen für die Naturforschung von grossem Werthe, als sie untrüg-liche allgemeine Merkmale bieten und durch diese die wichtigsten Polge-rungen für den Portschritt der Entwickelung der organisirten Wesen ge-ben. Sie lassen z. B. mit Sicherheit auf das relative Alter der Gebirgefschliessen, in denen man sie findet. Durch die Gestaltung der Organelässt sich auch an den jetztlebenden Wesen mit Bestimmtheit erkennen,dass einige von ihnen nur im Wasser, andere aber auf dem Lande zuleben gezwungen sind. Eben solche Merkmale finden sich an den vorweltli-chen Thieren, und es bieten sich dadurch untrügliche Anhaltspunkte für dierühere Ausbreitung der Gewässer.
Allgemeine Folgerungen aus den vorgefundenen Ver-steinerungen. In allen Perioden der Erdbildung, innerhalb welcher diegeschichteten Gebirgsarten entstanden, sind auch neue Arten organisirterWesen entstanden, andere vorhandene wieder untergegangen. Nicht alle