j fff flu
Versteinerungen.
T95
diejenigen Thiere und Pflanzen einer Periode sind gleichzeitig entstan.den oder plötzlich untergegangen, so dass die verschiedenen Gruppenals scharf getrennte verschiedene Schöpfungen zu betrachten wären, viel-mehr sind meist einzelne Thiere in die folgende Gruppe allmälig überge-gangen.
Die neu entstandenen organisirten Wesen weichen von den frühergebildeten immer mehr ab, indem zu den früher gebildeten immer voll-kommenere hinzukommen, so dass eine allmälige Stufenfolge, eine fort-schreitende Entwickelung vom Einfacheren zum Zusammengesetzteren sichausspricht. Je entfernter zwei verschiedene Epochen der Erdbildung voneinander stehen, um so mehr weichen auch die in ihnen vorkommendenorganisirten Wesen nach ihren Formen von einander ab.
Die Zahl der Arten, Gattungen und Familien der auf der Erde ent-standenen organisirten Wesen nimmt von der uns zugänglichen ältestenPeriode der Erdbildung bis zur gegenwärtigen Zeit immer mehr zu. Jeneuer also eine Erdformation ist desto zahlreicher sind darin auch die ver-steinerten Arten. So sind dieselben z. B. in der tertiären Periode so zahl-reich, wie in allen andern zusammen genommen.
Die meisten Klassen und Ordnungen der versteinerten Thiere begin-nen mit solchen Arten, welche unter den jetzt lebenden Wesen gar nichtmehr vertreten sind.
Thiere, welche nicht im Meerwasser gelebt haben (Süsswasserthiere),kommen erst seit Mitte der Juraperiode, Süsswasserpflanzen erst in derTertiärperiode vor.
Die organisirten Wesen sind im Allgemeinen um so vollkommener,je näher sie unserer gegenwärtigen Periode stehen.
Nicht nur manche Arten und Gattungen, sondern sogar auch mancheFamilien sind an gewisse Erdformationen gebunden, haben nur in dieser Pe-riode gelebt. Solche Arten, Gattungen und Familien können daher bei Be-stimmung der Formationen gewissermassen als Leitfaden dienen.
Von den Wirbelthieren erscheinen die vorweltlichen Säugethiere undVögel erst in der Tertiärperiode. Vor den fleischfressenden Säugethierenhaben die pflanzenfressenden gelebt. Die letzteren wiederum konnten erstin dem Theile der Tertiärperiode auftreten, wo ein hinreichender Pflanzen-reichthum erstanden war.
Der Mensch, das mit Eigenbewusstsein begabte, zum ersten selbst-ständigen Vertreter und Förderer der die Welt beherrschenden Idee der ewi-gen Entwickelung bestimmte Wesen erscheint als Höhepunkt und momentanauch als Schlusspunkt der Schöplung.
Die Reptilien treten schon in den ältesten Formationen z. B. in derKohlenformation auf und stellen so die ältesten der in der Luft athmendenRückgratthiere vor. Die vorweltlichen Reptilien zeichnen sich durch er-staunliche Grösse und durch eine grosse Mannigfaltigheit der Formen aus,erinnern indess ganz charakteristisch an die gegenwärtig noch lebendenReptilien z. B. an Salamander, Eidechsen und Krokodille. Nackte Reptilienz. B. Schlangen sind erst erstanden, nachdem die Reptilien von massenhaf-ten und grotesken Formen bereits lange ausgestorben waren.
Fische treten gleichfalls in den ältesten Formationen auf. Die ver-steinerten Fische, welche in den bis zur Kreide reichenden Formationenvorkommen, haben alle eckige Schuppen; man nennt sie dieserhalb Eck-schupper, von denen jetzt nur noch zwei Gattungen leben. Auch warensie nicht gleichmässig und überall beschuppt, sondern theilweise mit Kno-chenschilden bekleidet.
Unter den Gliederthieren sind nur die Krebse von Wichtigkeit. Sie