Schichtung, Lagerung der Gesteine.
verschiedenen Riehtungen hin sich weit erstreckende Absonderung, welcheoft durch vielfach sich kreuzende Risse, Fugen und Spalten oder Klüfte ge-bildet wird, heisst Zerklüftung z. B. die Felsenparthie bei Adersbach.
Massige Absonderung. Durchziehen die Spalten in grosser Aus-dehnung die Gebirge, und zwar unregelmässig nach allen Richtungen, sonennt man dies massige Absonderung.
Säulenförmige Absonderung. Entstehen durch die Spaltenlauge, säulenförmige Stücke, wie dies oft der Basalt Ihut, so heisst diessäulenförmige Absonderung.
Kuglige Absonderung. Bilden die Spaltungen ellipsoidische, lin-senförmige Stücke, so heisst die Absonderung kuglig.
Plattenförmige Absonderung. Geht die Absonderung vorzugs-weise nur nach zwei Richtungen wagerecht und senkrecht, so dass dasGestein in tafelförmige Stücke getheilt wird, so heisst die Absonderungplatten förmig.
Schlotte und Höhlen. Sind die Spalten nicht ausgefüllt, so bildensich Höhlen oder Schlotte.
Schnüre. Sind die Spalten ausgefüllt, sehr schmal, so nennt mansie Schnüre.
Gänge. Sind die ausgefüllten Spalten einige Zoll breit, so nenntman sie Gänge.
Stockwerke. Sind die ausgefüllten Spalten sehr hoch, so nennt mansie Stockwerke.
Schichtung.
Die sich allmälig durch den zersetzenden Einfluss des Wassers aufdie ursprüngliche Erdschicht und durch die dann erfolgende Niederschla-gung der abgeschwemmten Theilchen gebildeten Gebirge haben in Folgedieser Bildung eine schichtenförmige Gestaltung erhalten. Von diesenSchichten sind immer die unteren älter als die über denselben liegenden.
Schichten. Parallele, oft meilenweit ausgedehnte, mehr oder we-niger dicke, über einander liegende Gebirgsmassen nennt man S chichten.Die Schichten haben verschiedene Dicke, das Verhältniss dieser bezeichnetman als Mächtigkeit. Schichten nutzbarer Mineralien nennt man Fl ö tze,z. B. Kupferschieferflötz, Steinkohlenflötz, Steinsalzflötz etc. Gebirgsmassen,welche nicht aus Schichten bestehen, heissen massig oder ungeschich-tet. Gebirge, die aus Schichten bestehen, geschichtete Gebirge oder auchFlötzgebirge oder zusammen geschwemmte Gebirge.
Streichen. Die Lage der Schichten gegen die Erdoberfläche zu,nennt man das Streichen der Schichten.
Zutagestreichen. Erreicht eine Schicht die Erdoberfläche oderkommt sie derselben doch sehr nahe, so heisst die Schicht zutagestrei-chend. Oft erhalten die Schichten durch Verrückung das Ansehen von meh-reren Schichten. Oft stiegen, nachdem schon schichtenförmige Ablagerungenentstanden waren, glühend flüssige Gebirgsmassen in gewaltsamen Eruptio-nen durch die Schichten hindurch und verbreiteten sich über die Schichtenin Gebirgskuppen, oder in Spalten zwischen den Schichten der Gesteine.
1
Lagerung der Gesteine.
Die Stellung eines Gesteines zu einem anderen neben, unter, oder überihm vorkommenden Gesteine ist seine Lagerung. Diese Lagerung istnun entweder gleichförmig, parallel laufend oder übergreifend.