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(jruppe: Silber, Quecksilber.
Vorkommen, ursprünglich in Granit, Quarz, Serpentin eingesprengtoder gleichmässig in den Gesteinarten veitheilt. Durch die Zerstörung dergoldführenden Gangarten, durch die Einwirkung der Atmosphäre und beson-ders des Wassers wurde das Gestein zerbröckelt, die leichten Bestandtheile weg-geschwemmt und das aufgelockerte Gold am Fusse der Gebirge geschich-tet mit den Trümmern von Quarz Sand etc. abgelagert, oder wenn dieGewalt der strömenden Wasser stärker war, in die Flussbette der Strömeund Flüsse fortgerissen. Meistens findet es sich nur in feinen Körnern undBlättchen, aber auch in grösseren Stücken; so soll, des fabelhaften in Californiengefundenen Stückes, von über 1700 Unzen nicht zu gedenken, in dem Sand-lager von Alexandrawerk ein Stück gediegenes Gold von 86 Pfund gefun-den worden sein. Fundorte. Gold ist ausserordentlich verbreitet. Esbegleitet fast alleSehwefelmetalle, aber es ist sehr selten in solchem Reich-thum vorhanden, dass die Gewinnung desselben lohnend ist. In Europasind die Goldminen von Kremnitz in Ungarn die ergiebigsten. Ostindien,die Uralländer, Südamerika, Columbien , Californien und Australien sinddie reichhaltigsten Goldlager.
Gruppe: Silber.
Gediegen Silber. Krystallisirt als Würfel, zumeist in kleinkrystallinischen oder bäum- und moosartigen Gruppen. Farbe silberweiss,meistens nach aussen gelblich oder braun. Sp. G. 10,3. Vorkommenin den durch Luft und die Einflüsse des Wassers zersetzten früheren Me-iallgängen, findet man es in Körnchen, Stückchen, aber auch in grossenStücken. In Königsberg in Norwegen hat man eine Masse von 560 Pfundgefunden. Fundorte, vorzugsweise Sachsen, Norwegen, Schlesien, Un-garn, Amerika, Peru, Chili.
Glaserz, Silberglanz, Schwefelsilber AgS. Krys tallform,Würfel und Octaeder. Farbe schwarzgrau und braun. Bruch muschelig.Sp. G. 6,9—7,1. Vorkommen in Urformationen eingesprengt. Fund-orte die obigen. Sehwefelsilber kommt in einer grossen Reihe von Ver-bindungen mit andern Schwefelmetallen vor. Die wichtigsten für die Sil-bergewinnnng sind: das dunkle Rothgültigerz 3AgS -\- SbS 3 , das lichteRothgültigerz 3AgS + SbS ? , Sprödglaserz 6 AgS -f SbS 3 etc.
Wichtig noch sind die Fahlerze. Es sind Doppelverbindungen indenen Schwefelarsenik und Schwefelspiessglauz die Säure, Schwefelzinkund Schwefeleisen die eine Basis, und Sehwefelsilber und Halbschwefel-kupfer die andere Basis ausmachen. Sie werden, wenn sie reichhaltig ge-wonnen sind, zur Silbergewinnung benutzt. Aus Silber führendem Bleiglanzwird gleichfalls Silber gewonnen.
Gruppe: Quecksilber.
Quecksilber findet sich als reines Metall, Jungfernquecksilber, zwi-schen den Lagern des Zinnobers oder in dem dieselben umgebenden Ge-steine, auch wohl in grösseren oder kleineren Tropfen im Schieferthon undKohlensandstein Rheinbayerns, und in dem Quecksilberlebererz, bituminö-sen Mergel in Illyrien. Fundorte sind Spanien, Almaden, Illyrien, Idria,Peru und China. Seltener ist Quecksilberhornerz, Chlorquecksilber HgCI.
Zinnober, Sehwefelquecksilber HgS. Krystallform, Rhomboederund Säulen, blättrig, faserig oder dicht. Farbe cochenillenroth bis insblaugraue, mit hochrothem Strich. Sp. G. 8—8,12. Vorkommen in denjüngsten Uebergangsgebilden, irn Magnesiakalkstein, Kalkbreccie. Die soge-nannten Stahlerze enthalten 50—60 pC, die Leberze 40—50 pC, Korallen-