Gruppe: Arsen, Platin, Gold.
787
Schwefelkupfer, Schwefelantimon. Plagionit: Spiessglanzerz, Schwefelan-timon und Schwefelsilber, Jamesonit, Zinkenit, Berthierit etc. Fürdie Gewinnung des Antimons ist nur wichtig:
Grauspiessglanzerz, Antimonglanz, Schwefelantimon SbS 3 . Kry-stallform, rhombische Octaeder, langspiessige, säulenförmige Krystalle.Farbe bleigrau, metallglänzend. S p. G. 4,2. Vorkommen, eingesprengt,imür- oder Uebergangsgestein, oder in derben, dichten Erzmassen. Fund-orte, Harz, Kärnthen.
Verwendung. Zur Darstellung des Schwefelantimons und des An-timons.
Gruppe: Arsen.
Gediegener Arsenik, Scherbenkobalt. Krystallform, stumpfeRhomboeder. Farbe bleigrau oder schwarzgrau, schwarz angelaufen, we-nig glänzend. Bruch uneben, feinkörnig. Härte 3,5. Sp. G. 5,7—5,8.Vorkommen eingesprengt, aber auch in derben, schaaligen, rinnenför-migen Stücken. Fundorte, Joachimsthal in Böhmen, im sächsischen Erz-gebirge.
Arsenikeisen FeAs 2 . Krystallisirt in rhombischen Säulen.Farbe silberweiss, stahlgrau, metallisch glänzend. Sp. G. 7,2—7,3. Vor-kommen, eingesprengt in Kalkstein oder in Serpentinfels. Fundorte,Schlesien, Reichenstein.
Arsenikkies, Schwefeleisen mit Schwefelarsenik FeAs 2 -J- FeS 2 .Krystallform, geschobene, vierseitige Säulen. Farbe silberweiss, glän-zend. Sp. G. 6—6,2. Vorkommen, in metallführenden Gängen, mitZinnstein, Magnetkies , Magneteisenstein, auf Lagern von Glimmerschiefer.Fundorte, England, Schlesien, sächsisches Erzgebirge.
Verwendung. Zur Gewinnung des metallischen Arsen und derarsenigen Säure.
Realgar, Schwefelarsen, Arsenbisulphid AsS 2 . Krystallform,vierseitige geschobene Säulen oder Prismen. Farbe lebhaft rubinroth mithochgelbem Strich, mattglänzend. Sp. G. 3,4 — 3,6. Vorkommen imUr- und Uebergangsgebirge. Fundort, Sachsen, Böhmen.
Operment, Auripigment, Rauschgelb, Schwefelarsen, Arsentersul-phid AsS 3 . Krystallisirt in undeutlichen rhombischen Säulen, ist meist vonblättriger, derber Struktur. Farbe gelb, orange, mattem Messingglanz, ci-tronengelbem Strich. Sp. G. 3,4 — 3,5. Vorkommen und Fundortemit dem vorigen gemein.
Gruppe: Platin.
Platin und die demselben verwandten Metalle kommen nur gediegenvor, meistens in kleinen Kernen, im Sand vertheilt oder im Gestein einge-sprengt. Zuweilen findet man grosse Stückchen, selten grosse Stücke inGrösse von Pfunden. Die Metallkörner bestehen aus einem Metallge-menge, worinPlatiu vorherrscht und welches ausser diesem Eisen, Rhodium,Iridium, Ruthenium, Palladium, Osmium, Gold und Kupfer enthält.Das spec. Gew. dieses Metallgemisches ist gewöhnlich 17—18. Fund-orte. Platin wurde zuerst in dem goldhaltigen Sande einiger südamerika-nischen Flüsse entdeckt. Jetzt sind die Uralländer die Hauptfundorte.
Gruppe: Gold.
Gold kommt nur metallisch vor. Die Würfelform ist die Krystall-form des Goldes. Sp. G. 19,4.
50 *
m
i