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Chemische Eigenschaften der Mineralien.
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Bezeichnungen für die verschiedenen Grade der Durchsichtigkeit derMineralien.
Lichtb rechun gs vermögen. Für einige Mineralien, besondersfür die Edelsteine , zu deren zuweilen prächtigen Erscheinungen ihr star-kes Lichtbrechungsvermögen wesentlich beiträgt , ist das letztere ein sehrcharakteristisches Kennzeichen.
Elektrische und magnetische Eigenschaften.
Die elektrischen Erscheinungen der Mineralien als Handhabe zu derUnterscheidung dieser bieten theils allgemeine theils besondere Merkmale.Unter die ersteren gehört die Eigenschaft der Mineralien Leiter oderNichtleiter der Elektrizität zu sein, beim Reiben elektrisch zu wer-den oder unelektrisch zu bleiben. Besondere elektrische Erscheinungen zei-gen einzelne Mineralien z. B. der Turmalin. Ein Turmalinkrysta.il ist,wenn er erwärmt wird, an dem einen Ende positiv, an dem andern Endenegativ elektrisch.
Weniger allgemeine Merkmale bieten die magnetischen Erscheinungender Mineralien. Verhältnissmässig nur wenige Mineralien folgen dem Mag-net, noch wenigere sind natürliche Magnete, wie der Magneteisenstein.
Verhalten zur Wärme. Wichtiger für die Verwendung zurCharakteristik der Mineralien ist deren Verhalten zur Wärme. Beidenjenigen Mineralien, welche die Quellen zur Metallgewinnung oder zurDarstellung von Töpfergeschirr, Porzellan, Mauersteinen, Glas etc. bilden,sind die verschiedenen Grade der Schmelzbarkeit der Mineralien oft sehrwesentlich erforderte Bedingungen. Bei anderen bildet das Zerfallen oderdie Reduction derselben bei hohen Temperaturgraden die für deren tech-nische Verwendung verlangte Eigenschaft.
Für die Charakteristik der Mineralien wendet man verschiedene Gradeihrer Schmelzbarkeit an. Einige Mineralien schmelzen bei sehr geringenTemperaturgraden, andere sind schwer schmelzbar, einige z. B. die Mine-ralien , die aus reiner Thonerde oder aus kieselsaurer Thonerde bestehen,kann man nur in den höchsten Temperaturgraden des Knallgebläses schmel-zen. Man bezeichnet die verschiedenen Grade mit: leicht schmelzbar,schmelzbar, schwer schmelzbar, s^ehr schwer schmelzbaroder unschmelzbar.
Einige empyrische Merkmale. Nächst den genannten Merk-malen wendet man zur Bezeichnung der Mineralien auch Eigenschaften an,die sich auf eine empyrische Wahrnehmung basiren. Einige Mineralienz. B. fühlen sich fettig an, wie die Verbindungen der Talkerde mit Kiesel-säure , andere rauh wie der Bimstein. Einige schmecken salzig wie dasChlornatrium, oder entwickeln einen bituminösen Geruch wie die bituminö-sen Schiefer.
Die ehemischen Eigenschaften der Mineralien.
Die Mineralien bestehen, wie alle anderen Körper, aus den einfachenStoffen, aus denen sie durch den Einfluss und die viel tausendjährigenWechselbeziehungen der chemischen Verwandtschaft der Wärme und an-derer Agentien entstanden sind und noch entstehen.
Wenige Minerale bestehen aus nur einem Grundstoffe, wie z. B. derDiamant, der gediegene Schwefel und die gediegenen edlen Metalle. Diemeisten Mineralien bestehen aus chemischen Verbindungen zwei und meh-rerer Grundstoffe. Die Eigenschaften, welche die Mineralien durch die