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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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767
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Physikalische Eigenschaften der Mineralien.

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und der Schwere, welche zur Charakteristik der Mineralien verwendetwerden.

Cohäsions-Er scheinungen. Aus den verschiedenen den Mine-ralien eigenthümlichen Cohäsionsgraden ergiebt sich namentlich der für dieCharakteristik der Mineralien sehr verschiedene Härtegrad derselben. DerDiamant ritzt alle anderen bekannten Mineralien, wird aber selbst vonkeinem andern Mineral geritzt. Der Diamant ist das härteste der Minera-lien. Um einen Anhaltspunkt für die Schätzung der Härte der Mineralienzu haben, hat man nun die Härte des Diamants als eine bestimmte Grösseangenommen, dieselbe mit 10 bezeichnet und von ihm abwärts bis zu demlosen Zusammenhang der Talkerdegebilde die Cohärenz der Mineralien inmöglichst besimmte Verhältnisszahlen zu bringen gesucht. Die Härte desDiamants hat man mit 10 bezeichnet, die des Korunds ist dann r= 9, desTopas = 8 , des Quarz = 7, des Feldspath = 6 , des Apatit = 5 , desFlussspath = 4, des Kalkspath 3, des Gyps 2, des Talk =r 1. Unterdiese Verhältnisszahlen hat man durch Vergleichung der Härtegrade alleanderen Mineralien untergeordnet.

Aus den verschiedenen Cohäsionsgraden der Mineralien folgt auchdie schon erwähnte verschiedene Spaltbarkeit, der verschiedene Bruchder Mineralien.

Specifisches Gewicht, Wie das spec. Gewicht aller anderenKörper, so giebt auch das spec. Gewicht der Mineralien den Maasstabihrer Dichtigkeit, In Bezug auf die Mineralien ist das spec. Gewicht einsehr häufig gebrauchtes und oft sehr charakteristisches Kennzeichen.

Das Verhalten zum Licht, Die auffallendsten und bei jedemeinzelnen Mineral zur Charakterisirung verwendeten physikalischen Erschei-nungen nehmen wir von dem verschiedenen Verhalten der Mineralien zudem Licht. Farbe, Glanz, Durchsichtigkeitsgrade, Lichtbrechungsvermögenhaben darin ihren Grund und bilden in ihren verschiedenen Abstufungensehr mannigfache und wesentliche Anhaltspunkte,

Farbe. Die grosse Mannigfaltigkeit und die oft prächtigen Farbender Mineralien haben erfordert, dass man zur charakteristischen Bezeich-nung der Farbennüancirungen derselben ausser den Hauptfarben noch einegrosse Reihe von Zwischenfarben anzunehmen gezwungen war. Um diesefestzustellen hat man die Bezeichnungen theils von der Farbe allgemeinbekannter Gegenstände z. B. von der Milch, der Asche, dem Gras etc. ab-geleitet, theils hat -man für dieselben die Farben bestimmter Mineralienzu Grunde gelegt, z. B. rubinroth, smaragdgrün, ockergelb , lasur-blau etc.

Die Farbenbezeichnung hat man nicht blos auf die Farben der Mine-ralien überhaupt, sondern auch auf die Farbe des Striches ausgedehnt.Ritzt man ein Mineral mit dem Messer oder einem andern harten Körper,so haben die aus dem Zusammenhange gerissenen feinen Theilchen ofteine von der Farbe des Minerales abweichende Farbe. Den in dem Mineralentstandenen Riss nennt man den Strich.

Glanz. Als Bezeichnung für die verschiedenen Grade des Glanzesder Mineralien gebraucht man entweder solche, welche sich nur auf dieverschiedenen Intensitätsgrade beziehen, z. B. starkglänzend, schim-mernd, matt; oder solche, welche eine Vergleichung des beobachtetenGlanzes mit dem charakteristischen Glänze allgemein bekannter Körper,z.B. der Metalle, der Fette, des Wachses, der Perlmutter etc.ausdrücken.

Durchsichtigkeit. Wasserhell, durchsichtig, durch-scheinend, undurchsichtig geben das absteigende Verhältniss der