III. Abtheilung.
Mineralogie.
Einleitun
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Mineral. Die Gleichartigkeit der einzelnen Bildungstheilchen, derMangel aller Organe und Lebenserscheinungen, sowie das Fehlen jedes Pe-riodismus sind die charakteristischen und unterscheidenden Merkmale einesMinerales. Der Kopf und der Fuss, das Haar und das Blut eines Thieres,die Wurzel, Blüthe und ein Blatt einer Pflanze sind von einander durchihre Formen und Bestandtheile wesentlich verschieden. Ein Theilchen Mar-mor dagegen gleicht ganz genau seinem benachbarten und allen den aus-serordentlich vielen Marmortheilchen eines Marmorbruehes. An Thierenund Pflanzen bemerken wir besondere Gebilde, Organe, welche den Lebens-zwecken derselben dienen und aus deren Zusammenwirken alle diejenigenErscheinungen entspringen, welche wir Leben nennen. Das Herz, der Magen,das Ohr der Thiere, das>Blatt und die Blüthe der Pflanze sind derartige Or-gane. Am Granit, Sandstein, Kalkstein bemerken wir nichts, was dem Wesendieser Organe entspricht, oder ihren Zweck vertritt. Ein zusammenfassendesund charakteristisches Merkmal des Lebens und der Lebenserscheinungen derThiere und Pflanzen ist auch noch der Periodismus, welchem dieselben unter-worfen sind. Das Thier wird geboren und stirbt, die Pflanze keimt, blüht,trägt Früchte und verwest. Ein Diamant dagegen, den unsere Vorelterngetragen , oder das Gold seiner Einfassung zeigt keine dem vergleichbarenErscheinungen, wir bemerken gar keine Veränderung an demselben.
Diese in ihrer Masse gleichartigen unorganisirten leblosen Körper,welche die feste Erddecke bilden, nennen wir Mineralien.
Mineralogie. Diejenige Wissenschaft, welche uns die Mineralienkennen lehrt, ist die Mineralogie (minera Berggut, löyog Lehre).
Eintheilung der Mineralogie. Die Mineralogie giebt uns Ver-anlassung die Bestandtheile der Erdrinde in mehrfacher Beziehung kennenzu lernen: einmal als eine Reihe von einzelnen Mineralien, dann die ein-zelnen Mineralien geeint zu mächtigen Gebirgs- und Felsmassen und end-lich diese letzteren in ihrem Verhältnisse zu einander und als Anhalts-punkte für die Erklärung der Entwickelungs- und Bildungs-Geschichte un-serer Erde.
Hiernach hat man die Mineralogie eingetheilt in die Oryktognosieund Geognosie.
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