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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Chemische Formel.

I

AT!

hieraus aber die Menge des in der Substanz anwesend gewesenen Stickstof-fes berechnet.

Die Menge des in der Substanz vorhandenen Sauerstoffes findetman durch den Verlust. Zieht man die gefundene Menge des Kohlenstof-fes, Stickstoffes und wenn Schwefel und Phosphor vorhanden waren, auchdie Menge dieser von der Gewichtsmenge der zur Untersuchung verwen-deten Substanz ab, so ist das Mehrgewicht dieser als die Gesammtmengeder nachgewiesenen Stoffe, die Menge de3 in der Substanz vorhandenenS a uer Stoffes.

Atomzahl und chemische Formel. Auf diesem Wege hat mandurch die Elementaranalyse die elementare Zusammensetzung der organi-schen Körper nachgewiesen. Die procentlichen Verhältnisse diesererhält man durch das einfachste Regeldetri-Exempel.

Dividirt man diese berechneten Procente durch das Atomgewicht dervorhandenen Stoffe, so findet man die in der Verbindung anwesendeAtom zahl derselben.

Um zu erfahren, ob das relative Verhältniss dieser d. b. die angege-bene chemische Formel richtig ist, ob dieselbe nicht etwa z. B. stattC 5 H 8 , C 10 H 10 oder C 20 H 32 heissen muss, lässt man die untersuchte Substanzmit einem anorganischen Körper in Verbindung treten. Als solchen Körperwählt man für organische Basen Chlorwasserstoffsäure, für organische SäurenSilberoxyd, für indifferente Stoffe Bleioxyd. Aus dem Verhältniss der or-ganischen Verbindung zu den Mengen des mit ihm verbundenen anorgani-schen Stoffes berechnet man dann das vorhandene Aequivalentverhältnissder in ersterer vorhandenen Elementarstoffe. Die erforderlichen Mengen derzur Verbindung verwendeten anorganischen Verbindungen erfährt man durchWägung oder wenn möglich durch Verbrennung der erhaltenen Verbindungund Wägung des Rückstandes. Die Bienge des zur Verbindung erforder-lich gewesenen anorganischen Körpers verhält sich aber zu der zur Verbin-dung erforderlich gewesenen Menge des organischen Stoffes, wie das Aequi-valent des anorganischen Stoffes zu X. Vertheilt man dann die durch dieElementaranalyse erwiesene procentliche Zusammensetzung auf das so ge-fundene Aequivalentverhältniss der organischen Verbindung, so erhält mandas richtige Aequivalentverhältniss der einzelnen Bestandteile: die che-mische Formel.