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Elektrometer.
Umgebung^bringen, wenn elektrische Körper einander genähert werdenund in ihr findet man die Erklärung für die meisten elektrischen Erschei-nungen.
Elektrometer. Um geringe freie Elektrizität aufzufinden, bedient
man sich eines Paares isolirterHollundermarkkügelchen, die man auch das
einfache Elektrometer nennt. Zur Entdeckung
pj„ jg4 sehr geringer Mengen freier Elektrizität wendet man
das Goldblattelektrometer an.
Das Goldblattelektrometer besteht aus einerGlasglocke G Fig 182 , an welche ein Glasrohr R,das in einen Metallknopf K endigt, befestigt ist. ImInnern ist ein Messingdraht M mit dem Knopfe inVerbindung, und an dem Drahte sind zwei Goldblätt-chen B B befestigt. Bringt man den zu untersuchen-den Körper mit dem Knopfe in Berührung, so theiltsich seine Elektrizität dem Knopfe und den Gold-blättchen mit und letztere divergiren.
Vermittelst des Goldblattelektrometers kann mannicht blos erkennen , ob ein Körper überhaupt freieElektrizität besitzt, sondern auch welche Elektrizitäter besitzt. Nähert man dem Knopfe einen Körper,dessen freie Elektrizität man nicht kennt, so werden,wie erwähnt, die Goldblättchen divergiren. Führt manin dieser Lage dem Knopfe bekannte Elektrizität zu, so divergiren die Gold-blättchen entweder noch stärker oder sie fallen zusammen. War die zu-geführte bekannte Elektrizität positiv und die divergirenden Goldblättchendivergirten dadurch mehr, so war die freieElektrizität des untersuchten Kör-pers ebenfalls positive Elektrizität, fallen dagegen bei Zuleitung von positi-ver Elektrizität die Goldblättchen zusammen, so war die Elektrizität desuntersuchten Körpers negativ.
Um ganz geringe Mengen freier Elektrizität aufzufinden, bringt manmit dem Goldblattelektrometer noch einen Verdichtungsapparat für dieElektrizität, den Condensator, in Verbindung. Man schraubt auf denElektrometer statt des Knopfes einen metallenen TellerFig. 185, der an seiner oberen Fläche mit einer dünnenHarzschicht überzogen ist, und setzt eine diesem Tellergleiche, durch eine Glashandhabe isolirte Metallplatte darauf.Dieser Apparat ist der Condensator. Um die Wirkungdes Condensators zu veranlassen, berührt man die Basis vonunten mit der Hand, setzt den Deckel oder Collector auf undbringt mit demselben den zu prüfenden Körper in Verbin-dung. Nach einiger Zeit nimmt man die Hand von der Basisweg und hebt dann auch denDeckel von derselben ab. Die Gold-blättchen werden nun auseinander gehen. So lange die Plattedurch die Hand mit der Erde und der zu prüfende Körperdurch den Deckel mit der Platte in Berührung war , theiltsich die Elektrizität des Körpers dem Deckel mit und wirktverlheilend auf die Platte. Die entgegengesetzte Elektrizität sammelte sichan der Oberfläche , die gleichnamige wird durch die Hand in die Erde ge-führt. Die Harzschicht hindert die Vereinigung zwischen der Elektrizitätdes Deckels und der der Platte, diese beiden Elektrizitäten bleiben in Span-nung, wie bei der Leydner Flasche. Es kann also immer von Neuem Elek-
Fig. 185.