Vertheilung der Elelektrizität.
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wahren, ihn von der Abgabe der Elektrizität zu schützen, nennt man iso-liren und die so geschützten Körper isolirte Körper. Man isolirtein Hollundermarkkügelchen durch Aufhängen an einem Seidenfaden, eineMetallkugel durch gläserne oder harzene Unterlagen. Ein Schemel aufGlasunterlage heisst Isolirschemel.
Elektro motore. Aus der Eigenschaft der Nichtleiter, die in ihnenerzeugte Elektrizität nicht abzugeben, sondern sie auf den Punkten, auf de-nen sie in ihnen erregt worden ist, zu behalten, ergiebt sich auch, dassdie Nichtleiter besonders dazu geeignet sind, zur Erzeugung der Elektrizitätzu dienen. Körper, die besonders dazu dienen, wie z. B. Glas, Harz nenntman Elektrizitätserzeuger, Electromotore.
Vertheilung der Elektrizität. Freie und gebundene Elek-trizität. Gleichwie man annimmt, dass die magnetische Kraft in dem
Stahl nicht durch das
Fig. 183.
Streichen vermittelst ei-nes Magnetes sich er-zeugt, sondern nur wachgerufen und vertheiltworden ist, so nimmtman auch an, dass dieElektrizität nicht erzeugtwird, sondern in denKörpern schon vorhan-den gewesen ist. ZweiPaarKorkkügelchen K, K'hänge man, je ein Paar^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ an das Ende eines iso-
lirten Metallstabes M. Nä-hert man dem Metallstab einen geriebenen Glasstab Gl, so werden auf beidenEnden des Metallstabes die Korkkügelchen aus einander weichen, als einZeichen, dass sie und der Metallslab elektrisch geworden sind. Entfernt manden Glasstab,so fallen die Kügelchen wieder zusammen, und Metallstab undKügelchen sind unelektrisch. Nähert man nun , während der Glasstab inder in Fig. 183 bezeichneten Lage ist, auf beiden Seiten den auseinandergewichenen Korkkügelchen ein mit negativer Elektrizität geladenenes undisolirtes Korkkügelchen K", so wird dies von dem Korkkügelchen K' lebhaftangezogen, von dem Korkkügelchen K dagegen abgestossen werden. Dies istder Beweis dafür, dass auf der dem Glasstabe zunächst liegenden Seite dienegative Elektrizität, auf der dem Glasstabe entgegengesetzten Seite des Me-tallstabes aber positive Elektrizität entstanden ist. In der Mitte des Metall-stabes ist wenig Elektrizität wahrzunehmen.
Durch den Glasstab Gl ist also der unlektrische Metallstab M in einen elek-trischen Zustand versetzt worden, in welchem sich die beiden Elektrizitäten ge-schieden haben. Dieser elektrische Zustand hört auf, wenn der Glasstab entferntwird. Man folgert hieraus, dass durch den elektrischen Glasstab die in demMetallstabe vorhandene Elektrizität wach gerufen werde. Man bezeichnet denelektrischen Zustand des Metallstabes bei Annäherung des Glasstabes mitfreier Elektrizität, den Zustand des Metallstabes nach Abwendung desGlastabes mit gebundener Elektrizität. Den Vorgang der Scheidung dergebundenen Elektrizität in freie positive und negative Elektrizität bezeichnetman mit Vertheilung der Elektrizität. Eine Vertheilung der Elek-trizität ist die Grundlage der meisten Elektrizitäts-Aeusserungen, sie entstehtjedesmal, wenn wir einen elektrischen Körper in Beziehung nahe zu seiner
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