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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Der praktische Apothekenbetrieb.

eher sich die Entwickelung der Arzneiverordnungen erreichen lassen dürfte.Alle diejenigenArzneistoffe, die sich nicht zu unmittelbarem Gebrauche desKranken eignen, werden von den Aerzten entweder in entsprechendenMischungen oder Lösungen verordnet. Durch beide erhalten sie dann,gewisse Formen., in welchen sie den Kranken dargereicht und von dem-selben verwendet werden.

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Arzneimisehungen. Den Arzneimischungen liegt der Zweck unter:dass die zur Mischung bestimmten Arzneistoffe entweder mitandern, für die speziellen Heilzwecke erforderlichen, wirk-samen, Arznei s t offen zu mischen sind, oder mit Vehikeln zu verbin-den, welche ihre Anwendung auf zweckmässige^* eise erleich-tern und vermitteln sollen. Unter Arzneigemischen wäre zu er-wähnen :

Species. Die einfachste Art der Arzneimisehungen sind die Spe-eres. Für die Species, welche zu Absuden bestimmt sind, die von der Um-gebung des Patienten vorgenommen werden sollen, werden die Vegetabi-lien in der für die Zerlheilung derselben im Allgemeinen bestimmten Formgemischt. Für Species, welche zu Kräuterkissen bestimmt sind, müssen dieVegetabilien feiner geschnitten sein. Species zu Rreiumschlägen werden

als gröbliches Pulver verabreicht.

dass die Mischung,

Für Anfertigung der Species ist erforderlichwelche gewöhnlich auf einem Bogen glatten Papiers oder in flachen Schaalen vollzogen wird, so gleichmässig wie möglich ist.

Pulver. Ein sehr grosser Theil der Arzneistoffe wird dadurch zumGebrauche der Patienten verwendbar gemacht, dass die Arzneistoffe in fei-nes Pulver verwandelt werden. Die Aeusserungen des natürlichen Wider-willens des Schlundes gegen die Einnahme anderer als die für die Nahrungbestimmter Stoffe lassen sich durch eine sehr feine Zerlheilung dieser imhohen Grade verringern. Die Darreichung der Arzneistoffe in Pulverformist eine der gebräuchlichsten. Selten werden die Arzneipulver dem Kran-ken unvermischt zum Gebrauche verordnet. In den meisten Fällen ist vondem Arzte eine Mischung der gepulverten Arzneistoffe verordnet.

Bei der Bereitung der Mischung ist es die Aufgabe : dieselbe so we-nig wie möglich und in so kurzer Zeit wie möglich zu vollziehen. Manunterstützt dies zuerst durch die Wahl eines nach Umfang und Zweck sichdazu eignenden Mörsers.

Man hat zur Mischung eines Pulvers sich stets die flachsten Mörserauszusuchen und darauf zu sehen, dass das Pistill in der Convexität seinerGrundfläche mit derConcavität derMörserinnenflächü übereinstimmt. Sodannhat man die Reihenfolge zu beachten , in welcher man die Mischung vor-nimmt. Hat man Pulver zu mischen, die sich in Bezug auf ihre speeifische

Schwere gleichen,

i ist die Reihenfolge gleichgültig.

Ist dies nicht derFall, hat man gleichschwere mit leichteren zu mischen z. B. gepulvertenWeinstein, Schwefel, Rhabarber und Magnesia, so muss man stets die, ihrerspeeiflschen Schwere nach ähnlichen zusammenmischen uud die Reihen-folge so einrichten, dass man den speeifisch schwereren die leichterenzumischt. Dem Weinstein muss man den Schwefel zumischen, derMischung Rhabarber zusetzen und zuletzt Magnesia. Der Nutzen erklärt siehVon selbst. Sind kleine Mengen gepulverter Arzneistoffe mit grösserenMengen zu mischen , so müssen stets die kleineren die Reihenfolge eröff-nen. Auch sind in solchem Falle die kleineren Mengen zuerst mit einer