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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Der praktische Apothekenbetrieb.

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auf Leinwand gestrichenauf der Maschine gestrichen.

Adhäriren der Pflastermasse zu verhindern, wendet man bei einigenwenige Tropfen Oel, bei anderen Wasser an. Die ausgerollten Cylindermüssen so gleichmässig wie möglich, sowohl in Hinsicht auf die Masse alsauf die Form sein.

Einige Pflaster, insonders das Heftpflaster werden in grossen Mengen

verbraucht. Zu diesem Behufe werden siee solche ist gewöhnlich vorhanden. Ist siees nicht, so wird sie vollständig durch ein in horizontaler Lage festgeschraub-tes eisernes, an seiner unteren Fläche scharfes und gerades Lineal ersetzt.Die Pflastermasse muss geschmolzen werden und durch Erkalten bereitseine dickliche Beschaffenheit angenommen haben. Die Maschinentheile,oder das einfache eiserne Lineal muss erwärmt sein. Das zu streichendeZeug muss gleichmässig, ohne Falten sein, an jeder Seite von einer Per-son gehalten und in strammen, nicht zu raschem Zuge durch die Maschinegezogen werden. Vorerst wird das dicklich gewordene Pflaster in die,unter der Maschine befindliche hohle Form in welcher das Zeug fort-geführt wird, gegossen. Hat man nur ein einfaches Lineal, so erzeugtman dadurch, dass man das zu streichende Zeug, welches unter dem Li-neale an der scharfen Kante durchgeführt wird, höher hält als die Lagedes Lineales ist, einen stumpfen Winkel. In diesen durch das Lineal unddas Zeug gebildeten stumpfen Winkel wird das geschmolzene Pflaster ge-gossen. Bei gestrichenem Pflaster muss die Pflasterlage so gleichmässigwie möglich, nicht zu stark und auch nicht zu gering sein.

Tineturen. Bei der Bereitung der Tincturen müssen die auszuziehen-den oder aufzulösenden Stoffe gehörig zerkleinert werden, und zwar sinddie meisten unmittelbar, ehe sie mit der zum Ausziehen oder Auflösen zuverwendenden Flüssigkeit angesetzt werden in die Form eines Pulvers zubringen, oder zu zerschneiden und durch Zerreiben und Schütteln mit demWeingeist weiter zu zertheilen.

Die Mazeration geschieht in Gläsern, welche entweder mit einer(nicht durchstossenen) Blase überbunden oder mit eingeriebenen Glasstöp-seln versehen sind, an einem etwas dunklen Orte, dessen Temperatur sichkonstant innerhalb 1320° erhält. Während der Mazeration schüttelt mandie Gefässe häufig um. Die Dauer derselben ist bei den einzelnen Tinc-turen angegeben, eben so die Art der zur Extraktion oder Auflösungdienenden Flüssigkeit.

Nach beendigter Mazeration wid die Flüssigkeit abgegossen und, woes erforderlich ist, der Rückstand in einer Presse gut ausgepresst. Manbestimmt dann das Gewicht der erhaltenen Flüssigkeit, giesst diejenigeMenge, um welche sie weniger beträgt, als ursprünglich an Weingeist,Aetherweingeist, Malaga, Madera, oder einer Mischung verschiedenerFlüssigkeiten verwendet wurde, von dem betreffenden Lösungsmittel überden Rückstand und presst diesen, nachdem er vollkommen davon durch-drungen ist, noch einmal aus. Die vereinigten Flüssigkeiten lässt man sichabsetzen und filtrirt sie durch einen, mit einer Glasplatte bedecktenTrichter.

Bei Tinkturen, welche aus mehreren Stoffen von verschiedener Be-schaffenheit bereitet werden, müssen zuerst die härteren und schwerer lös-lichen mit dem Lösungsmittel übergössen und eine Zeit lang mazerirt unddann erst die übrigen (Balsame Harze, Extrakte etc.) hinzugefügt werden.

Die Tincturen sind in gut verschlossenen Gefässen an einem kühlendunklen Orte aufzubewahren.