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Defectur.
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sigste vertheilt sein. Es ist darauf Bedacht zu nehmen, dass der anzufer-tigende Vorrath der Salben mit dem stattfindenden Verbrauche übereinstimmt,so zwar, dass die vorräthigen Salben doch während der Aufbewahrungnicht ranzig werden. Ist ihnen Wasser als Zusatz vorgeschrieben, so wirddies bei der Schmelzung zugesetzt und die Mischung muss so gleichmässiggeschehen, dass es sich bei dem Erkalten auch bei längerer Aufbewahrungnicht ausscheidet.
Für die Quecksilbersalbe muss das regulinische Quecksilber durchExstinction mit einem geringen Antheil vorräthiger Salbe vollständig und sovertheilt werden, dass Quecksilberkügelchen mit einer einfachen Lupe indem Gemisch nicht mehr zu erkennen sind. Regel ist es dabei, dieseExstinction hinter einander weg, unausgesetz vorzunehmen. Jede Unter-brechung ist eine doppelte Verzögerung Da dies für die Kraft einesMenschen zu anstrengend ist, so müssen sich vereinte Kräfte ablö-sen. Geschieht dies mit Anstrengung am zweckmässigsten durch Zusam-menstossen in einem eisernen Mörser, so ist man damit in 5—6 Stunden fertig.
Harzsalben reinigt man durch Coliren von den Unreinigkeiten, wel-che in dem als Constituens gewöhnlich verordnetem Colophonium oder Gei-genharz vorhanden sind. Das Coliren geschieht heiss. Das Erkalten all-mälig. Eine Agitation findet meistens nicht statt. Die Harzsalben müssenfrei von Unreinigkeiten, Bodensatz, und gleichfalls nicht ranzig sein.
Pflaster. Bei der Bereitung der Pflaster ist zu berücksichtigen: dieDarstellung der Pflastermasse und die Formirung derselben.
Für Pflaster, deren Grundlage das Bleipflaster ist, wird die erforder-liche Quantität dieses geschmolzen und der gleichmässig erwärmten Massedie weiteren Zusätze zugemischt. Sind Gummiharze hierzu vorgeschrie-ben , so werden dieselben zuerst durch Schmelzen in der erforderlichenMenge Terpenthin gleichmässig vertheilt. Dasselbe geschieht mit Harzen.Seife wird in Pulverform zugesetzt.
Für Pflaster, welche Harz, Wachs, Fette und Oel als Grundlage enthal-ten , werden diese geschmolzen, wenn nöthig colirt. Stoffe, welche den-selben zuzusetzen sind, müssen untergemischt werden, wenn die Pflaster-masse sich in noch geschmolzenem Zustande aber nicht mehr bei sehrhoher Temperatur befindet. Harze und Gummiharze werden durch Ver-mittlung von Terpenthin beigemischt. Pflanzenpulver werden in feingepulvertem Zustande zugesetzt. Canthariden werden gröblich gepulvertzugemischt.
Die Pflaster sind Massen, die eine solche Cohärenz haben müssen,dass sie sich selbst begrenzen und dafür keine Gefässe, wie z. B. dieSalben erfordern. Die zu erlangende Form erhalten sie entweder durchlangsames Erstarren in Formen oder durch Ausrollen in lange Cy-linder.
Die für das Ausgiessen erforderlichen Formen sind viereckige Papier-kapseln, die man auf ein vollkommen horizontal liegendes Brett stellt. DasHineingiessen der Pflastermasse geschieht in geschmolzenem Zustande.
Das Ausrollen der Pflastermasse in lange dünne Cylinder zerfällt indas Malaxiren und das eigentliche Ausrollen. Die Pflastermasse muss zudiesem Behufe in halb erstarrtem Zustande sein. Stücke von entsprechen-der Grösse werden zwischen den Händen geknetet (malaxirt) bis sie einevollkommen gleichmässige Masse darstellen. Diese wird durch Rollen aufeinem Pflasterbrett in Cylinder geformt. Das Rollen geschieht anfangs mitden blosen Händen, gegen das Ende mit einem Rollbrettchen. Um das
Ziurek, Elementar-Handbuch der Pharmacie. 10