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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Defectur.

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schwendet wird und auch die Arbeiten sich nicht über die Maasenhäufen. Die richtige und planmässige Eintheilung der Arbeit, auch auflängere Zeit, charakterisirt am besten den praktischen Arbeiter. Nirgendwo anders ist dies so angebracht, als bei der Vertheilung der für den Dampf-apparat bestimmten Arbeiten. Hier lässt sich keine Arbeit überstürzen, dieAnstrengung des Dampfapparates hat eine Grenze; dagegen ist derselbeauch keine Minute müssig. Die Thätigkeit des Dampfapparates zu schätzen,lernt man sehr bald. Bei nur einiger Aufmerksamkeit lernt man in kur-zer Zeit, wieviel Zeit das Abdampfen eines gewissen Volumen Flüssigkeit,das Schmelzen einer gewissen Menge Wachs, das Auflösen einer QuantitätOpodeldoc-Seife, die Destillation eines Wassers oder eines Spiritus etc. er-fordert.

Nebst der richtigen Benützung des Dampfapparates ist auch erfor-derlich, dass man ihn reinlich und sauber hält. Der Dampfapparat ist derSpiegel des Defectarius. Es ist nicht zu verlangen, dass der Dampfappa-rat jeden Morgen frisch abgeputzt und geschmiert würde, dies hiesse Zeitund Mühe auf eine Spielerei verwenden. Wohl aber ist zu verlangen, dassjeden Morgen vor Beginn der Arbeit der Apparat abgestaubt, von den mög-licherweise darauf befindlichen Arbeitsresten gereinigt, kurz jeden Tag rein-lich der Arbeit harre. Gleicherweise ist erforderlich, dass an jedem Abenddie gefertigten Arbeiten vom Dampfapparate entfernt und die darauf stehen-bleibenden bedeckt werden. Einmal innerhalb jeder Woche, gewöhnlichSonnabend Nachmittags muss der Dampfapparat in allen seinen Theilensauber gereinigt, die Metallflächen geputzt, das Wasser entfernt, das Inneredes Dampfkessels gereinigt werden. Jeden Werktag muss der Dampfapparatreinlich, jeden Sonntag blank und sauber sein.

Cap eilen-Oefen. In manchen Fällen ist eine höhere Tempera-tur erforderlich, als sie durch die Dämpfe des Dampfapparates hervor-zubringen möglich ist. Zuweilen sind auch die Agentien, deren man be-darf der Art, dass sie in Metallgefässen oder über freiem Feuer der Wind-öfen nicht zu behandeln sind; man erreicht beides durch Erhitzung derGefässe in einerSandschicht, in welche die Glasgefässe gestellt sind. Zu sol-

Fig. 14.

Fig. 15.