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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Der praktische Apothekenbetrieb.

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ehern Zwecke wird trockner Sand in einer gewöhnlich gusseisernen Schaaleder man den Namen Capelle gegeben hat, erhitzt. Einen Heerdofen, inwelchen eine solche Capelle hineinreicht, nennt man Capellenofen. Fig. 14stellt eine Capelle, Fig. 15 einen Capellenofen vor. Seh. ist der Schornstein,F der Feuerungsraum.

Capellenofen benutzt man zur Destillation aus Glasgefässen, zuwei-len auch zur Sublimation. Die Sandschicht darf am Boden zwischen derWand der Capelle und der des Glasgefässes nur einige Linien hoch sein.Eine stärkere Sandschicht verzögert die Arbeit. Destillirt man Flüssigkeit mitsehr hohem Siedepunkte, so thut man gut, den übrigen Raum zwischen Re.torte und Capelle ganz mit Sand auszufüllen. Sonst schüttet man nur soviel Sand in die Capelle, dass die Retorte sicher darin ruht.

In sehr vielen Fällen ersetzt ihn

Fig. 16.

Fig. 17.

Fig. 18.

Fig. 19.

eine auf den Windofen gesetzteKappe Fig. 16 von starkem Eisen-blech oder auch ein Triangel ausstarken Eisenstäben Fig. 17.

Eine der in Capellen am häu-figsten auszuführende Operationen istdie Destillation aus Glasgefässen.

Die Destillation hat den Zweck,flüchtige Stoffe von weniger flüch-tigen zu trennen. Um diesen Zweckzu erreichen, erhitzt man jene Stoffein so hohem Grade, dass die Ver-flüchtigung vor sich geht. Die inDampfform übergegangenen Stoffeverdichtet man durch Abkühlung,zu tropfbaren flüssigen Körpern.Die Operation der Verflüchtigung undVerdichtung flüssiger Körper belegtman mit dem Namen Destillation.In den meisten Fällen geschieht dieDestillation aus den kupfernen De-stillirblasen, wie eine solche in Fig.13 abgebildet ist.

Fig. 20.

Eignen sich Destillirblasen dazu nicht, sei es dass die Mengen der Flüssig-keiten zu gering sind, oder die Agentien, deren man bedarf, das Metall angreifen,so wählt man Glasgefässe. Die zur Destillation verwendeten Glasgefässe sind