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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Defectur.

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den der Reinheit sehr verschiedene Filtra. So bildet in vielen Fällen unsere Erdrinde ein Filtnim; man filtrirt Flusswässer, um sie zu reinigen durchLagen von Kies und Sand, m Holland durch poröse Sandsteine Flüssig-keiten, welche das gewöhnlich zum Filtriren verwendete Material zerstörenfiltrirt man durch ein Material welches sie nicht angreifen, vermittelst aus-gewaschenen Sandes, gewaschener Glasstückchen etc. Das am öftestenverwendete Material des Filtrums ist Papier. Nur angeleimtes Papier eig-net sich dazu Mit Leim oder Kleister wird das Papier nur imprägnirt umes für Flüssigkeiten möglichst undurchdringbar zu machen. Auch bei derVYahl des Papiers hat man den grossen oder geringeren Durchmesser derPoren zu berücksichtigen. Graues Löschpapier wird aus gröberen vegetabilischen Resten zusammengesetzt. Zwischen diesen befinden sich grossere Poren. Druckpapier besitzt feine und das sogenannte schwedischeMtrirpapier die feinsten Poren.

Bei der Darstellung und Verwendung des Papierfiltrum hat man dendoppelten Zweck zu berücksichtigen : der Flüssigkeit eine möglichst «rosseFiltrumflache zu bieten und dem Filtrum den erforderlichen §rad der Widerstandsfähigkeit gegen den Druck der Flüssigkeit zu geben den das Papier an und für sich nicht besitzt. '

Ein quadratisches Stück Filtrirpapier wird durch wiederholtes Aufemanderlegen der Flächen so zusammengefaltet, dass es ein Dreieck bildet"dessen Winkel den vierten Theil eines rechten Winkels ausmacht Die nachAussen stehenden Ecken des Papiers werden abgeschnitten Bei dem Aus

Fig. 5.

Fig. 6.

emanderfalten, stellt man daraus zuerst einen Halbkreis, der wie Figur 4aussieht, welchem man dann durch blosses Einrollen in die Form von Fig. 5,oder durch fächerartiges Zusammenfalten und Oeffnen des Filtrums in dieForm von Fig. 6 bringt.

Zur Unterstützung des Filtrum dient der Trichter. Man bedient sichwohl auch besonderer Filtrirtrichter. Es ist erforderlich, dass das Filtrum,

~ °b ein glattes, wie in Fig. 5, oder

Kg. 7.

Ziurek, Elementar-Handbuch der Pharmacie.

ein gefaltetes, wie Fig. 6 in den Flä-chen, die es bildet, genau den Flä-chen des Trichters sich anschliesst.Im anderen Falle erfüllt der Trich-ter den Zweck der Unterstützungnur unvollkommen, das Filtrumreisst oder verschliesst am Aus-flusse der Trichterröhre der herab-dringenden Flüssigkeit mehr alsnothwendig den Weg.

Das Filtriren selbst erfordertnur einige Vorsicht. Es ist in vie-len Fällen zweckmässig, das Filtrumzuerst mit destillirtem Wasser zu

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