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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Der praktische Apothekenbetrieb.

Gebrauch der Patienten übergehen, durch die Aufnahme früher colirterArzneistoffe anders gefärbt oder mit einem fremdartigen Geschmack im.prägnirt werden.

Metall- oder Porzellan-Seiher. Statt der Colatoria wendetman zum Behufe des Durchseihens von Pflanzenaufgüssen metallene oderporzellanene Seiher an, von welchen die ersteren sehr praktisch sind. Ein der-artiger Seiher Fig. 2 stellt ein trichterartig zulaufendes Gefäss von starkverzinntem Weissblech vor. Es hat einen doppelten Boden und einenhervorstehenden äusseren Rand, mit welchem es auf die Mensur gestülptwerden kann, Fig. 3. Der obere Boden B' wird gebildet durch einSieb aus starkem Weissblech, auf welches die ausgezogenen Vegatabiliengeschüttet und mit einem hölzernen und mit concaven blechernen Fortsatzversehenen Stempel St ausgedrückt werden können. Der untere Boden B"wird gebildet durch sehr feine Gaze G, welche man für jeden Aufguss

Fig. 2.

erneuert und in passende Stückchen geschnitten vorräthig hält. Mittelsteines blechernen Ringes Rg wird die Gaze über den untern Rand desSeihers gestülpt und damit der zweite Boden gebildet. Auf diesen wirdkein Druck geübt und die von den gröberen Stoffen gereinigten Flüssigkeitengehen leicht und klar durch. Nur für schleimige Aufgüsse und für Emulsionen sind diese Seiher nicht zu brauchen, für alle übrigen Aufgüsse sehr-zu empfehlen. Allerdings muss man auch ihnen einige Sorgfalt widmen,sie sauber halten und besonders sie nicht mit den durchgeseihten feuch-ten Vegetabilien in Berührung lassen , sondern diese ausschütten und dieReste herausspühlen. Auf solche Weise kann man denselben Seiher durchJahrzehente benützen und immer klare und von fremden Gerüchen oderFärbungen freie Infusionen erhalten.

Filtrum. Die Poren auch der feinsten Linnen- oder Wollengewebeoder der Gaze sind doch noch zu gross, um die Flüssigkeiten in dem Gradevon den darin suspendirten festen Körpern zu trennen, als man dies fürsehr viele Lösungen nöthig hat. Es ergibt sich von selbst, dass man, umdies zu erreichen, nur nöthig hat, ein Material zu wählen, welches en-gere Poren hat. Eine zu solchem Zweck getroffene Vorrichtung nenntman ein Filtrum. Man hat, je nach der Natur, den Eigenschaften unddem Umfange der zu filtrirenden Elüssigkeiten und den gewünschten Gra-