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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Defectur.

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Stossmesser. Die einmal durch das Schneidemesser zerkleinertenVegetabilien lassen sich, sofern sie bei der weiteren Behandlung sieh als nochungenügend zertheilt erweisen, vermittelst des Schneidemessers nicht mehrweiter zertheilen. Um dies zu erreichen, wendet man das Stossmesser an.Es besteht aus mehreren graden oder gewundenen Messern, die mit ihremRücken an einen langen aufrechten Stab befestigt sind, auch wohl umihre Wirkung durch ein grösseres Gewicht zu erhöhen, in den Zwischen-räumen mit Blei ausgegossen sind. Zur Anwendung dient ein hölzernerKasten mit einer starken Bohle als Unterlage. In diesen werden die Ve-getabilien geschüttet und vermittelst Stampfen mit dem Stossmesser weiterzertheilt.

Wiegemesser. Kräuter ohne Stengel, Blumen, Blätter zertheiltman mit einem Wiegemesser. Zwei oder mehrere gekrümmte, parallellaufende Messer, die in passender Entfernung mit einander verbunden, inden Zwischenräumen zuweilen mit Blei ausgegossen, und an beiden Endenmit je einem Handgriff versehen sind. Die Anwendung geschieht auf einemSchneidebrett mit dickem Boden durch Hin- und Herwiegen,

Um die Gleichförmigkeit der zertheilten Stoffe zu erreichen, schlägtman sie durch Siebe, die durch die Durchmesser ihrer Oeffnungen nur densoweit zertheilten Stückchen den Durchgang gestatten. Die feineren pulve-rigen Theile entfernt man durch Absieben vermittelst eines Haarsiebes. Esist darauf zu achten, dass die Menge dieses Pulvers so gering wie mög-lich sei. Hl

Stossap parate. Eine sehr grosse Menge vegetabilischer Arznei-mittel, viele Salze, Chemikalien, rohe Mineralarzneimittel werden entwederunmittelbar in Pulverform als Arzneimittel verwendet oder ihre demnäch-stige Verwendung verlangt diese Form. Zu solchem Zweck hat man dieConstruction der Arzneimittel zu ändern, die Cohäsion vermöge deren dieseaufrecht erhalten wird, auf vielen Punkten aufzuheben. Je feiner das Pul-ver verlangt wird, um so vielfacher muss die Cohäsion der Theilchen un-terbrochen werden. Man erreicht dies durch Zertrümmerung der Körper,durch das Stossen. Als Vorbereitung hierzu dient das Trocknen. Einigewenige Stoffe bedürfen hierzu eine besondere Vorbereitung. Die Gummi-harze erweichen durch die Wärme,werden.

Sie müssen im Winter gestossen

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Mörser. Die Zertrümmerung der Arzneistoffe geschieht in dem ur-alten Werkzeuge, dem Mörser. Je nach dem Umfange, der Beschaffenheit,und den Eigenschaften der zu pulvernden Arzneistoffe sind die verwendetenMörser verschieden gross und aus verschiedenem Material. Eisen-, Messing-,Marmor-, Fayence-Mörser.

Pulverisirmaschinen. Die Zertrümmerung der Arzneistoffe imMörser hat vielfache Nachtheile. Sie ist zeitraubend, bei vielen Stoffen demStösser nachtheilig und mit Verlusten an Substanz verbunden. Um demabzuhelfen hat man vielfach Pulverisirmaschinen construirt. Die Bogardus'-sche Mühle ist dafür empfohlen worden. Auch ist eine Pulverisirmaschine inGebrauch, die aus einer geschlossenen hohlen Walze von Eisenblech be-steht, in welcher viele stählerne Kugeln, die sich durch das Umdrehen derWalze aneinander reiben und die dazwischen geschütteten Stoffe zer-malmen. Ganz besonders praktisch ist aber hierzu eine von dem Ma-

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