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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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73
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Handverkauf. Nomenclatur.

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bestehende Mischung oder Verbindung haben, in der Wärme erweichen undauf der Haut kleben. Emplastrum cantharidum, Spanisches Fliegenpflaster,emplastrum adhaesivum, Heftpflaster, emplastrum plumbi, Bleipflaster etc.

Extractum. Extract. Als Collectivname bezeichnet Extract eineArzneiform von dikderber oder dikflüssiger oder auch pulverig trockenerBeschaffenheit, welche durch Eindiken von Pflanzensäften oder Pflanzen-auszügen erhalten worden ist. Der Zweck der Bereitung ist die wirksamenBestandteile der Pflanzen aus den Pflanzensäften und Auszügen zu gewin-nen. Die Extracte sind daher sehr wichtige Arzneimittel, deren Bereitungmit grosser Sorgsamkeit geschehen muss. Das Wort extractum ist gebil-det aus extrahere, ausziehen. Die Zahl der officinellen Extracte ist sehrgross. Etxractum hyoscyami, Bilsenkrautextract, extractum graminis, Pe-denwurzelextract, extractum rhei, Bhabarberwurzelextract etc.

Farina. Mehl. Darunter wird besonders das durch äusserst feineZertheilung der Früchte der Getreidearten verstanden, z. B. farina tritici,Weizenmehl, farina hordei, Gerstenmehl; man gebraucht die Bezeichnung wohlaber auch für manche dem Mehle ähnliche Pulver, z. B. farina fabarum,Bohnenmehl.

F/os, Flores. Blume, Blüthen. Es sind die Blüthen und Blumender Arzneipflanzen. In der deutschen Sprache ist der Begriff nicht so be-stimmt, z. B. flores chamomillae, Chamillenblumen, flores tiliae, Linden-blüthen etc. Weil die Blüthe gewissermassen den Höhepunkt der pflanz-lichen Entwicklungsprocesses und zugleich auch gewöhnlich den zartestorganisirten Theil der Pflanze ausmacht, so bezeichnete man früher auchzart gestaltete chemische Verbindungen mit jenem Namen. Flores zinci,Zinkblumen sind die zarten Flocken des durch Verbrennung von Zinkdargestellten Zinkoxydes; flores sulphuris, Schwefelblumen, Schwefel alszartes Pulver suMimirt; Flores benzoes, sublimirte Benzoesäure.

Folium , Folia. Blatt, Blätter. Die Blätter der Arzneiflanzen.Als Collectivname wird folium zum Unterschied von herba dort ge-braucht, wo nicht die ganze Pflanze, sondern nur die einzelnen Blätter ehneStengel in den Arzneigebrauch gezogen werden, z. B. folia trifolii, Drei-blattblätter, folia sennae, Sennesblätter, folia juglandis, Wallnussblätter etc.

Gummi. Gummi nannte man früher alle aus den Pflanzen tretendenan der Luft und Sonne erhärtenden Pflanzensäfte. Man machte dabei keinenUnterschied .in Rücksicht auf die Bestandtheile. Deswegen haben in derpharmazeutischen Nomenclatur noch viele Stoffe diesen Kamen, die ihnnicht verdienen, z. B. gummi elasticum, elastisches Gummi, gummi ammo-niacum, Ammoniakgummi etc. Die neuere wissenschaftliche Nomenclaturdefinirt Gummi als eine organisch-chemische Verbindung von bestimmterZusammensetzung, die am reinsten im gummi arabicum, arabisches Gummienthalten ist.

Herba. Kraut. Das Kraut der Arzneipflanzen. Entweder stellt esdie ganze Pflanze dar, wie z. B. herba veronicae, Ehrenpreis, herba cen-taurii, Tausendgüldenkraut, oder es sind die zarten Zweige wie herba ab-sinthii, Wermuthkraut etc.

Lignum. Holz. Die Anzahl der jetzt noch gebräuchlichen Hölzerder Arzneipflanzen ist nicht sehr gross. Lignum quassiae, Quassiaholzlignum Guajaci, Guajakholz et.

Linimentum. Liniment. Liniment ist eine zum äusserlichen Ge-brauche bestimmte dickflüssige Arzneiform. Das Wort ist hergeleitet vonlino, ich reibe ein. Linimentum ammoniatum seu volatile, flüchtiges Lini-ment, eine Mischung von Salmiakgeist und fettem Gel, linimentum sapo-nato camphoratum, seifenhaltiges Camphorliniment etc.

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