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Schwai-zes Schwefelantimon.
und Überschichten der heißen Mischung mit Eisenvitriollösung, selbst beilängerem Stehen, keine braune Zone.
Kali. Digeriert man die Metantimonsäure mit Salpetersäure und ver-dampft das Filtrat, so darf nur , ein sehr geringer, die Kaliumflammen-reaktion nicht gebender Bückstand bleiben.
Über das metantimonsäure Kalium, Kali stibicum: KSbO 3 , unddas pyroantimonsaure Kalium: K a H' 2 Sb''0 7 4-6 H 2 0, s. Alkalimetalle.
Schwefelverbinrtungen des Antimons.
Das Antimon verbindet sich mit dem Schwefel in zwei Verhält-nissen:
Sb'S 3 : Dreifach-Schwefelantimon oder Aiitimonsulfür,Sh'S' 1 : Fünffach-Schwefelantirnon oder Antimonsulfid.
Dreifach-Scliwefelanthnon, Antimonsulfiir, Antimon-trisulfid: Sb 2 S 3 .
Molekulargewicht: 336,4 1234,09 H = 1).(In 100 Tln., Sb: 71,46; S: 28,54.)
Das Aiitimonsulfür ist in zwei Modifikationen bekannt, einerschwarzen, kristallinischen: Stibium sal'furatum nigrum, und einer roten,amorphen: Stibium $ti]furatum rubeum.
I. Schwarzes Schwefelantimon.
Syn.: Stibium sulfuratum nigrum, Antimonium cruclum , Schwefelspieß-glanz, Grauspießglanz.
Geschichtliches. Das natürlich vorkommende Schwefelantimon warbereits im Altertum bekannt. Den Schwefelgehalt desselben erkannte jedocherst Basilius Valentinus im 15. Jahrhundert.
Dieses wichtigste aller Antimonerze findet sich in größereroder geringerer Reinheit in den Gängen des Ur- und Übergangs-gebirges an verschiedenen Orten, so z. B. in Ungarn (Liptau, Rosenaii,Felsöbanya), in Siebenbürgen, in Böhmen, am Harze, in Frankreich, inEngland, in Spanien, in Marokko, in Algier, in Sibirien, in Amerika,in Australien, in Japan, auf Chios, Borneo usw.
Gewinnung. Die Hauptmenge der im Handel befindlichen Verbin-dung wird durch Ausschmelzen des natürlichen Minerals, gewöhnlich inTiegeln mit durchlöchertem Boden, bei möglichst niederer Temperatur —Aussaigern —, wobei die beigemengten Gesteine zurückbleiben, gewonnen.Auch durch Zusammenschmelzen von fein gepulvertem Antimon und Schwefelim Verhältnis von 7 : 3 läßt sich das schwarze Schwefelantimon bereiten.
Eigenschaften. Das natürlich vorkommende Schwefelantimonbildet entweder bleigraue, strahlig-kristallinische Massen, oder stahl-glänzende, lange, säulenförmige Kristalle des rhombischen Systems.Das ausgeschmolzene, unter dem Namea Antimonium cmdurn im Handelbefindliche Schwefelantimon hat meist die Gestalt abgestumpfter Kegel,