Eigenschaften des schwarzen Schwefelantimons.
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bedingt durch die Gefäße, in denen es im geschmolzenen Zustande er-starrte. Diese Massen haben von außen eine fast schwarze Farbe, aufdem Bruche zeigen sie sich strahlig-kristallinisch, graphitfarhen. Dasschwarze Schwefelantimon ist luftbeständig, spröde und daher leichtin ein grauschwarzes, stark abfärbendes, schweres Pulver zu verwandeln.Es ist leicht schmelzbar und bei Luftabschluß flüchtig. Das spezifischeGewicht beträgt 4,62. Gießt man das geschmolzene schwarze Schwefel-antimon in kleinen Mengen unter Umrühren in kaltes Wasser, soerstarrt es infolge dieser plötzlichen Abkühlung zu einer roten amorphenMasse, welche ein rotbraunes Pulver liefert und nur noch ein spezi-fisches Gewicht von 4,2 besitzt. Diese amorphe, rotbraune Modifikation,welche leicht auch auf nassem Wege zu bereiten ist (siehe unten), leitetdie Elektrizität nicht, während das kristallinische, schwarze Schwefel-antimon ein Leiter derselben ist. Bei längerer Aufbewahrung im Licht,sowie durch Erhitzen auf 200° wird das amorphe Schwefelantimonwieder in das kristallinische verwandelt. An der Luft erhitzt, wirddas Schwefelantimon zu Schwefligsäureanhydrid und antimonsauremAntimonoxyd: Sb 2 0 4 , oxydiert. Wasserstoffgas reduziert dasselbe inder Hitze, unter Bildung von Schwefelwasserstoff, zu Antimon. InWasser ist das Schwefelantimon unlöslich, löslich dagegen in Salzsäure,unter Bildung von Schwefelwasserstoff und Antimonchlorür. Salpeter-säure verwandelt es, je nach der Konzentration, in Antimonoxyd oderMetantimonsäure; der Schwefel wird hierbei teilweise als solcher ab-geschieden, teilweise zu Schwefelsäure oxydiert. Konzentrierte Schwefel-säure führt das Schwefelantimon beim Erhitzen unter Abscheidung vonSchwefel und Entwickelung von Schwefligsäureanhydrid in schwefel-saures Antimonoxyd über. In den Lösungen der Sulfide und Hydro-sulfide der Alkalimetalle ist es unter Bildung von Sulfosalzen löslich:Sulfantimonite (siehe dort). Durch Säuren werden diese Sulfanti-monite unter Abscheidung von rotem, amorphem Schwefelantimon undEntwickelung von Schwefelwasserstoff zerlegt. Polysulfidlösungen lösendas Antimontrisulfid unter Bildung von Sulfantimoniaten. InAmmoniak- und in Ammoniumcarbonatlösung ist es so gut wie un-löslich (Unterschied von Arsentrisulfid).
Ulier das Verhalten des Schw r efelantimons gegen ätzende undkohlensaure Alkalien siehe unter Kermes.
Prüfung. Das käufliche rohe Schwcfelantimon sei so viel als möglichfrei von Arsen, Blei und Kupfer. Um dies zu ermitteln, koche man das-selbe im fein gepulverten Zustande in einem mit Trichter verschlossenen,langhalsigen Kolben mit 10 Tln. reiner Salzsäure bis zur vollständigen Zer-setzung; es muß hierdurch eine fast vollständige Lösung (bis auf etwa1 Proz.) bewirkt werden und dürfen sich beim Erkalten derselben keineKristalle von Chlorblei ausscheiden. Die weitere Prüfung der so erzieltenLösung auf Blei und Kupfer ist in der unter Liquor stibii chlorati an-gegebenen "Weise auszuführen. Über die Prüfung auf Arsen s. unten.