Metantimonsäure.
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als Antimoniate, die der vierbasischen Pyroantimonsäure: H 4 Sb 2 0 7 oderSb 2 0 3 (OH) 4 , alsPyroantimoniate, die der einbasischen Metantimonsäure:HSbO 8 oder Sb0 2 (OH), als Metantimoniate bezeichnet.
"Wasserlösliche Antimonsäure. Wird Antimonpentachlorid in die20-bis 25fache Menge Eiswasser gegossen, die Mischung alsdann mit Chlor ge-sättigt, letzteres hierauf durch einen Luftstrom verjagt und der gebildeteAntimonsäureniederschlag schließlich gesammelt, ausgewaschen und gepreßt,so löst sich derselbe in kaltem Wasser allmählich zu einer klaren, saurenFlüssigkeit wieder auf. Durch Ausfrierenlassen scheidet sich die Antimon-säure aus dieser Lösung in dünnen Elättchen aus, die lufttrocken die Zu-sammensetzung H 3 Sb O 4 -j- Vs H 2 0 besitzen. Mineralsäuren scheiden aus derwässerigen Lösung dieser Säure einen weißen Niederschlag ab, wogegenorganische Säuren und Alkohol keine Fällung verursachen. Kali- undNatronlauge geben einen in Wasser löslichen, in einem Überschluß des Fäl-lungsmittels unlöslichen Niederschlag (Delachroix).
Metantimonsäure: HSbO -f 2H 2 0.
Syn.: Aciclum stibicum.
Geschichtliches. Das Kaliumsalz der Metantimonsäure wurde bereitsim 15. Jahrhundert von Basilius Valentinus als Antimonium diaphoreticumbereitet. Die Metantimorisäure selbst wandte zuerst Kerkring im Jahre1665 als Materia perlata Kerkringii arzneilich an.
Darstellung. Man erhält diese Verbindung durch Erhitzen von 1 Tl.fein gepulverten Antimons mit 6 Tln. Salpetersäure von 30 Proz. unter zeit-weiligem Hinzufügen von etwas Salzsäure. Das Erwärmen wird so langefortgesetzt, bis alles graue Antimonpulver verschwunden ist, und dann dieMasse zur Entfernung der überschüssigen Salpetersäure zur Trockne ein-gedampft. Der so erhaltene Rückstand ist durch Auswaschen von anhaf-tender Salpetersäure vollkommen zu befreien und alsdann zu trocknen.
Auch durch Eindampfen des metantimonsauren Kaliums: KSbO 3 , mitüberschüssiger Salpetersäure und Auswaschen des Rückstandes läßt sich dieMetantimonsäure leicht bereiten.
Eigenschaften. Die Metantimonsäure bildet ein weißes, nichtschmelzbares, in Wasser, Ammoniak und Salpetersäure nahezu unlöslichesPulver von schwach saurer Reaktion. Von Weinsäure und konzentrierterSalzsäure wird sie gelöst und kann aus letzterer Lösung durch Zusatz vonWasser wieder gefällt werden. Im lufttrockenen Zustande enthält die Met-antimonsäure 2 Mol. Wasser.
Die Metantimonsäure ist eine schwache, zu den Ionen H' und SbO 3 'zerfallende einbasische Säure, deren Salze in Wasser schwer oder unlöslichsind. Dieselben werden, wie bereits erwähnt, als Metantimoniate be-zeichnet. Auf 275° erhitzt, geht die Metantimonsäure unter Abgabe vonWasser in Antimonsäureanhydrid: Sb 2 0 5 , und dieses beim Glühen schließlichunter Abgabe von Sauerstoff in antimonsaures Antimonoxyd: Sb 2 0 4 , über.
Prüfung. Die normale Beschaffenheit der Metantimonsäure ergibtsich, außer durch vorstehende Eigenschaften, noch durch folgende Reaktionen:
Antimonoxyd. Mit ammoniakalischer Süberlösuug digeriert, zeigesich keine Schwärzung.
Salpetersäure. Das Filtrat der mit Wasser digerierten Metantimon-säure gebe nach dem Vermischen mit einem gleichen Volum Schwefelsäure