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ments in ein Beiwort, indem man demselben auf eine schicklicheWeise die Silbe ige anhängt und dann das Wort Säure nachfolgenlässt. Bei dem Vorkommen von vier Säuren verbindet man, um diezweite Säure zu bezeichnen, den Namen der vollkommnen Säure nochmit dem Vorworte Unter, und verfährt, um die vierte Säure zu be-zeichnen, mit der Benennung der nachfolgenden Säure in gleicherWeise. So bei dem Schwefel, wo man Schwefelsäure (Acutum sulfu-ricumj, Unterschwefelsäure (Acid. hyposulfuricum), schwefelige Säure(A. sulfurosum) und unterschwefelige Säure (A. hyposulfurosum) un-terscheidet.
Sind von einem Körper drei Sauerstoffsäuren bekannt, so könnendie zweite und dritte abweichende Benennungen erhalten, je nachdemsie in ihrer Zusammensetzung der einen oder der andern der genann-ten niedern Säuren des Schwefels entsprechen. So unterscheidet maneine Phosphorsäure, eine phosphorige und eine unterphosphorigeSäure; keine dieser Säuren entspricht nämlich in ihrem chemischenVerhalten der Unterschwefelsäure. Noch giebt es einige säurefähigeElemente, deren höchste Oxydationsstufen Säuren darstellen, worinein grösseres Veihältniss Sauerstoff enthalten ist, als in den genann-ten höchsten Oxyden des Schwefels und des Phosphors. Man be-zeichnet diese höheren Oxyden als Ueb er säuren, so kennt maneine Ueberchlorsäure (Acid. hyperchloricum), Ueberjodsäure, Ueber-mangansäure.
Gleichwie ein Element mehrere saure Oxyde liefern kann, sosind auch von Vielen mehrere basische Oxyde bekannt, deren Zahlindess selten zwei übersteigt. In solchen Fällen bezeichnet mandas niedere Oxyd durch Oxydul, und das höhere schlechtweg durchOxyd, z.B. Eisenoxydul und Eisenoxyd. In der lateinischen syste-matischen Nomenclatur bezeichnet Berzelius diese verschiedenenbasischen Oxyde auf die Art, dass er, den Namen des Metalles inein Adjectiv umwandelnd, demselben zur Bezeichnung des Oxyds dieEndsilbe icum, und für das Oxydul die Endsilbe osum anhängt, alsoin den angeführten Beispielen: Oxijdum ferricum und 0. ferrosum.Die Ausdrücke Suboxyd und Hyperoxyd bedeuten stets neutrale,d. h. nicht salzfähige Oxyde, und zwar ersteres ein solches, das we-niger Sauerstoff als das sauerstoffarmste basische Oxyd, und letzteresein solches, das mehr Sauerstoff als das sauerstoffreichste basischeOxyd enthält. Sind von einem Metalle mehrere Hyperoxyde bekannt,so wird das niedrigere Hyperoxydul und das höhere vorzugsweiseHyperoxyd genannt. So kennt man vom Blei ein Suboxyd, einOxyd, ein Hyperoxydul und ein Hyperoxyd, aber kein Oxydul.
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Pliospliorus.
Phosphore. Phosphor.
§ 383. Phosphor. Der Phosphor gehört zur Klasse der nichtmetallischen, starren, leichtflüssigen, flüchtigen Elemente, kommt inder Natur nie ungesäuert vor, ausser im menschlichen Gehirn, aber sehrhäufig, besonders im Thierreiche, gesäuert in Verbindung mit Basen.Das Knochengerüste der Säugethiere und \ögel ist phosphorsaurer
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