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Die chemischen Heilmittel und Gifte oder praktische Anleitung zur Erkennung und Prüfung ihrer Eigenschaften mit steter Berücksichtigung der preussischen Pharmakopoe : für Aerzte, Physiker und Apotheker, in alphabetischer Ordnung entworfen
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schweres, schwarzes Pulver, in Wasser, Weingeist und verdünntenSäuren unlöslich, aus einem Gemenge von Schwefel, Schwefelquecisilber und mehr oder weniger mechanisch eingemengtern, fein j ertheilten, regulinischen Quecksilber bestehend, je nachdem die ^\\schung durch mehr oder weniger starke Erwärmung unterstützt wo»,den. Ein auf trockenem Wege durch Schmelzung bereitetes Präp a .rat (Aelhiops mineralis fusione paratusj darf nicht substituirt Werde«da es rücksichtlich seiner fast indifferenten Wirkung auf den Or» a inismus mit dem Zinnober, von dem es sich nur durch die Farbe h».terscheidet, übereinstimmt. Doch ist in einigen Pharmakopoen dieg,Bereitlingsweise aufgenommen, so in der Batavischen, Schwedischenund Ferrarisehen. Noch eine andere chemische Verbindung j 0lSchwefel mit Quecksilber ist üerdLetftiop.* narcoticus Krieli\auch Pulvis hypnoticus genannt, welche durch Fällung einer Auflösung von salpetersaurem Quecksilberoxydul mittelst in Ueberscliu S!eingeleiteten Schwefelwasserstotfgases gewonnen wurde, und schon \gelinder Wärme in Zinnober und metallisches Quecksilber zerfällt.

§ 357. Erkennung', Man erkennt den Quecksilbermohr an sei.nem Verhalten heim Erhitzen auf der Kohle und in der GlasröhreAuf der Kohle wird es gänzlich verflüchtigt unter Entwicklung y 0lschwefeliger Säure, ohne einen Beschlag auf der Kohle abzusetzen; \der Glasröhre wird es ohne Rückstand sublimirt und liefert mit ei.nein Zusätze von Soda metallisches Quecksilber. Die gute Beschäl,fenheit bedingt:

Prüfling, a. dass mit bewaffnetem Auge keine Quecksilber^geln darin erkannt werden;

h. dass es sich auf der Kohle vor dem Löthrohre vollständigverflüchtige, ohne die Kohle zu beschlagen ein fixer Rückstandwürde feuerbeständige Beimischungen, ein weisser Beschlag Spiess-glanz verrathen;

c. dass es zum Theil in Aetzkalilauge löslich sei, was man dar-an erkennt, dass die abfiltrirte alkalische Flüssigkeit beim Zusatz tougelöstem Salmiak einen schwarzen Niederschlag fallen lässt ganz.liehe Unlöslichkeit Würde die bereits erwähnte Substituirung von auftrockenem Wege bereiteten Mohr verrathen;

d. eine vollkommne Unlöslichkeit in reiner Salzsäure und reinetEssigsäure, so dass keine der abfiltrirten sauren Flüssigkeiten durchSchwefelwasserstoffwasser irgend eine Veränderung erleidet dasGegentheil würde im ersten Falle beigemengtes Oxyd, im zweitenFalle Oxydul zu erkennen geben.

Hydrog"eiiiiiin.

(Aer inflammabiUs.)

Hydrogene. Wasserstoff,

§ 858. Wasserstoff. Der Wasserstoff gehört zur Klasse dernichtmetallischen einfachen Stoffe und erscheint in reinster Form gas-förmig; er ist der leichteste aller ponderabeln Körper, sein gpecifi-sches Gewicht beträgt nämlich im Vergleich zu dem der atmosphäri-