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Grundriss der Pharmakognosie des Pflanzenreiches : zum Gebrauche bei akademischen Vorlesungen, so wie für Aerzte, Apotheker und Droguisten entworfen
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Eingedickte Säfte.

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dem Cap schneidet man die rinnen förmigen Blätter der Aloe" spicata Thunb. amGrunde ab, und schichtet sie so aufeinander, dafs die unteren Blätter zu Ablaufrinnendes auf die obern abträufelnden Saftes dienen. In dem Königreich Melinda inSüdafrika verkauft man diese Aloe als socotrinische Aloe: A i n s 1 i e.

II) Aloe suecotrina. Aloe socotrina. Feine Aloe. Socotoraaloe.Aloe von der Insel Socotora. Succot rinische Aloe. Socotri-nische Aloe. Succotrinaloe.

Aloe socotrina Dec. Alo'i purpurascens IIa tu. SocotoraischeAloe.

Eine auf der Insel Socotora und in Arabien einheimischePflanze. Diese Aloe findetsich in Fässern, Kisten, Häuten, kommt aber auch in grofsen Kürbissen vor. Sie istnicht so glänzend wie die Aloe lucida, man findet öfters kleine Oeffnungen, ihrGeruch ist nicht so unangenehm widerlich, der Geschmack übrigens unange-nehm bitter. In der neuesten Zeit kommt diese Aloesorte häufiger bei uns in deinHandel vor, man bezieht sie über Triest oder Livorno. Als Aloe von Mochhaist sie auch schon öfters vorgekommen, allein häufig findet man unter diesomNamen die Aloe von Barbados, Aloe barbadensis.

III) Aloe bepatica. Leberfarbige Aloe. Gemeine Aloe. Leberaloe.Leberartige Aloe.

Aloe vulgaris Dec. Aloe barbadensis Haw. Alo<i elongata Murr.Aloe officinalis Forsh. Gemeine Aloe.

Die Leberaloc findet sich vorzüglich in Kürbissen und wird aus Griechen-land , den Inseln des griechischen Archipelagus u. s. w. zu uns gebracht. Sie stelltziemlich grofse, unregelmäfsige Stücke von dunkelbrauner Farbe dar. Erscheintjedoch auf dem frischen Bruche dunkel leherbraun, schwach glänzend. Sie istnicht durchscheinend, läfst sich leicht stofsen und giebt ein röthlicbgelbes Pulver.Durch feine Rifschen und kleine Höhlungen von der Gröfse eines Stecknadelkopfesund gröfser, unterscheidet sich diese Aloesorte. Dabei ist ihr Geruch nicht sounangenehm als der der andern Aloearten, der Geschmack übrigens unangenehmbitter. Analysirt von Lewis, B o u ill o n-L agr ange und Vogal (1812) undWin ekler (1826), sie enthält nach beiden Analysen EiweifsstofF. Oft findet manstatt der Leberaloe die in jeder Hinsicht weniger gute Aloe de Barbados, Bar-badosaloe, welche in Fässern von 800 Pfund vorkommt und in Ostindien häufiggebraucht wird: sie wird auch von Yemen in Arabien versendet, und stammt von Aloesarborescens Dec; man nennt in Indien eine von dieser Species bereitete SorteAloe Musambrum: Ainslie, diese Aloe ist als indische Aloe, Muzan-°ron, Muzanbrun auch in Frankreich bekannt geworden. Die sämmtlichenAloesorten werden unter den verschiedensten Namen verkauft. In Frankreich nenntman die Aloes Suecotrina , Capaloe: die von Barbados ist als Aloes bepatica be-kannt. Die Aloes bepatica, so wie die Aloes Suecotrina werden in Büffelhäutenv ersendet, man soll sie öfters sogar mit einander gemischt finden, so dafs sicheine Ader der Suecotrina in der Mitte der Hepatica findet: Pereira.

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