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Grundriss der Pharmakognosie des Pflanzenreiches : zum Gebrauche bei akademischen Vorlesungen, so wie für Aerzte, Apotheker und Droguisten entworfen
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Eingedickte Säfte.

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I) Aloe lucida. Aloe de Capo. Aloes Capensis. Sibbir (Pers.).Moosumbrum (Tel.)- Moosumbir (Duk.). Cärriabolum (Tarn.).Catasha (Maleal.). Eyluwa (Hind). Comarika (Cyng.). Oo-lowaton (Mal.). Capische Aloe. Glänzende Aloes. KlareAloe.

1) Aloe' spicata Thunb. Aehrentragende Aloe. Hexandria, Mono-gynia. Cl.VI. Ord. 1. Familie der Asphodeleen Hob. Brown.

2) Aloe arborescens Dec. Aloe perfoliata ß JLinn. Aloe fruti-cosa Lam. Aloe africana Mi 11. Baumartige Aloe. Soll die Barbados Aloegeben.

3) AloS Commelini JVilld. Aloe mitraeformis Dec. Commelini-sehe AloS.

i) AloS mitr a eformis Dec. Aloe nobilis Haw. Aloe supralae-vis Ha w. Mützenförmige Aloe.

5) Aloe Lingua Thunb. Gasteria angulata Duv a l. Zungenblättrige Aloe.Von diesen und wahrscheinlich noch mehreren Arien der Gattung- Aloe, diesich auf dem Vorgebirge der guten Hoffnung finden und von da auf einige Inselnverpflanzt wurden, gewinnt man eine vorzügliche Sorte Aloe, die dermalen amhäufigsten im Handel ist. Die capische Aloe verdient mit vollkommenem Rechtals glänzende aufgeführt zu weiden. Giofse, unregelmäfsige Stücke, die stetsaus Kisten von 150 bis 200 Pfund ausgeschlagen werden. Sie sind unregclmäs-sig kantig, durch Schlag leicht zu zersplittern, spröde, glasglänzend. In Mas-sen ist sie dunkel grünlichbraun, die Splittern durchscheinend, braunroth. Sie läfstsich leicht pulverisiren. Das Pulver ist hochsaffrangelb. Obschon diese Aloesorlesehr brüchig ist, so wird sie in der Wärme doch weich, brennt angezündet schwachund besitzt einen unangenehmen, einigermassen myrrhenartigen Geruch und einenhöchst bittern, unangenehmen Geschmack. Die Aloe lucida der Alten wird da-durch gewonnen, dafs der durch Verwundung ausfliefsende Saft auf den Blätternselbst verdunstet, und so kleine, rothe Tropfen bildet: kommt wohl nicht mehrvor. Die glänzende Aloe ist mehrfach untersucht von Trommsdorff, Pf äff,Braconnot, Bouillon-Lagrange und Vogel. Meifsner will darin eineigenthümliches Alkaloid, Aloestoff, Aloine gefunden haben. Win eklerhält die Aloe für ein neutrales Pflanzensalz. 30 Unzen geben 15 Unzen wäfsrigesExtract: Marti us. Durch Behandlung mit Salpetersäure liefert die Aloe Koh-len s ti ckstoffs äure, welche verpuffende Eigenschaften besitzt. Das Aloebit-ter harzfrei darzustellei,, lehrte Winckler. Herberger stellte ebenfalls Ver-suche an, er konnte keine alkalische Eigenschaft von Aloebitter bemerken. DieAloe wird verfälscht mit Steinen, um das Gewicht zu vermehren: Martins.Mit Süfsholzsaft, barbarischem Gummi, Colophonium oder Pech. Der äusserstniedrige Preis der Aloe verhindert wohl solche Betrügereien. Unreinigkeiten vonHolz, gebrannte Thonstücke u. s. w. findet man leicht durch Behandlung mitverdünntem Weingeist, der die Aloe beinahe vollständig auflöst. Die capischeAloe ist von den andern Sorten sehr leicht zu unterscheiden und wird nach Mur-ray vorzüglich von der oben angeführten ersten Pflanze gewonnen, deren Blätterim Innern mit einem unwirksamen, schleimigen Mark erfüllt sind, während blos dieaussen unter der Oberhaut liegenden Gefäfse den bittern Saft enthalten. Auf

Aloe