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Wurzeln.
laria ojicinalis Baumg. Lungen-Punctflechte. Cryptogaraia, Lichcncs. CI. XXIV.Famil. der Flechten.
An Stämmen alter Bäume. Ohne Geruch, von schwachschleimigem, bitteremGeschmack. Analysirt von John; fand verändertes Iuuliii (?). Dient inSibirien statt Hopfen im Biere: G m e I i n.
Zweiter Abschnitt.Wurzeln. Radices.
Der gegen die Erde gekehrte Theil der Pflanze wird Wurzel genannt. Jenachdem die Wurzel es möglich macht, werden die Hauptwurzel, Wurzelästeund Wurzelfasern gesammelt. Ausserdem sammelt man auch Zwiebeln und Knol-len als Wurzeln, die sich dadurch von den Wurzeln unterscheiden, dafs sie Or-gane der Vermehrung sind. Harz, ätherisches, Oel, Schleim, Extractiv- und Fär-bestofF u. s. w. sind in den Wurzeln überwiegend, während in den Knollen dasAmylum, in den Zwiebeln ein flüchtiges Princip und scharfe Alkaloide vorwalten.Die wesentlichen bittern, aromatischen u. s. w. überhaupt wirksamen Theile fin-den sich gewöhnlich in der Rindenschicbte. Bei der Sammlung mufs die Jahres-zeit sehr beobachtet werden ; der Herbst eignet sich am besten. Schleimige, aro-matische Wurzeln zweijähriger Pflanzen, müssen im ersten Jahre gegraben wer-den, Wurzeln ausdauernder Pflanzen sind am kräftigsten, wenn sie noch keineStengel und Blüthen entwickelten. Pflanzen mit unterirdischem, ausdauerndenStengel (Rhizoma) werden nach der Blüthenzeit gesammelt. Bei ausdauerndemStaudengewächsen gilt dasselbe; zu alte, holzig gewordene Wurzeln sind zu ver-werfen. Man reinigt durch schnelles Waschen, schneidet die Ueberbleibsel derBlätter und Stengel ab, zerspaltet die dicken und langen Wurzeln der Queere undLänge nach, trocknet sie möglichst schnell bei nicht zu starker Hitze. Am leich-testen kann man die so behandelten Wurzeln in Holzgefäfscn mit Deckelnbewahren.
Mündlich von den Schwierigkeiten der Sammlung, besonders bei exotischenWurzeln, von der Rücksichtslosigkeit auf Jahreszeit beim Graben, als thcilweisemGrund der verschiedenen Wirkung, der verschiedenartigen äussern Form.
m. 11. RADIX ACTAME RACEMOS VE.
Radix Cimifugae Serpentariae. Radix Christophorianae Americanae.Traubenartige Schwarzwurz. Schwarze Schlangenwurzel. Schwind-suchtswurzel.
Jlctaea racemosaLinn. Actaea monogyna Walter. Cimicifuga ser-pentaria Purslu Cimicifuga racemosa Bartori» Macrotys aetaeoides Eafin.Traubentragendes Christophskraut. Polyandria, Monogynia. Cl. XIII. Or.l. 1.FamiL der Ranunculaceen.
Seit 1823 häufiger angewendet. Findet sich in Nordamerika. Eins dunkel-braune , alantähnlichriechende, bitter sehleiinicht schmeckende Wurzel, hat viel