12:
Wenn der Effig auf die angeführte Art mit der Bley-glätte in Berührung gefetzt und hinreichend langedamit erhitzt wird, fo fättigt fich die Säure allmäh-lig fo, dafs die Flüffigkeit gar nicht mehr als Säurereagirt. Das entftandene neutrale effigfaure Bleybleibt in dem Waffer des Effigs aufgelöft, und nachdem Grade der Eindickung entftehen nun die mitdem angezeigten Namen bezeichneten Flüffigkeiten.Damit kein Kupfer durch die Effigfäure vomKeffel und von der Kupfer enthaltenden Bleyglätteaufgelöft werde, ift eben ein geringer Ueberfchufsvon Bleyglätte nöthig, denn fo lange ein folcher zu-gegen ift, wird kein Kupfer aufgelöft, und wärefolches aufgelöft, fo wird es wieder ausgeschieden,weil das Bleyoxyd ftärker von der Effigfäure als dasKupfer angezogen wird. Wenn aber eine zu grofseMenge Bleyoxyd mit dem entitandenen effigfaurenBley nach deffen Neutralifirung zu lange, oder beyrnVerdunften in Berührung bleibt, fo findet eine Zer-legung eines Theils des entftandenen neutralen effig-fauren Bleys Statt-, das unaufgelöfte Bleyoxyd derGlätte entzieht nämlich demfelben einen AntheilSäure, bildet damit effigfauresBleyoxydul mit Ueber-fchufs an Oxydul und verwandelt einen Theil jenesSalzes ebenfalls darein ; dieferhalb darf zur Verhü-tung des Auflöfens des Kupfers nur eine geringePortion Glätte mit der fchon gefättigten Auflüfungin Berührung bleiben und um diefes letztere mög-lichft zu verhüten, mufs auch das Verdunften mög-lichft durch lebhaftes Sieden befchleunigt werden.Der unaufgelöfte Rückftand enthält daher wegen