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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1966
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1966 Harze, Gummi, eingedickte Pflanzensäfte.

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posiüon ihrer inner« Tbeile, da sie die Bildung einer ausgetrockne-ten Kapsclbeere hat, die innen einfäeherig ; zwei ovale, schwarze.glatte , mit einer sehr kurzen Decke (Arille) versehene Saamen hat.Oft ist die Kapsel am ohern Theile offen, und durch die nach innenumgeschlagenen Bänder in zwei Theile getheilt. Alle diese Merk-male gehören der Frucht der Xylopia frutesnens Au biet an,die als Gewürz in Gujana dient; und Herr Guibourt glaubt darum,diese Paeova sey nichts anderes , sie scheine auch einerlei zu seynmit Embira oder Piodaibu des Piso. (Xylopia grandillora Aug. St.Hil.) *)

Sebib il Habel. Etwa 3 Linien lange, 2 Linien breite, nie-renförmig gebogene, auf der convexen Seite fünffach gerippte Saa-men, mit braunschwarzer glanzloser Oberfläche und einem gelblich-grauen hornartigen Parcnchyra , in dessen Mitte sich eine halbmond-förmige Oeffnung befindet. Geruch und Geschmack sind angenehmgewürzhaft. Diese Saamen werden von den arabischen Frauen gegenUnfruchtbarkeit gebraucht. Nach Buchner scheinen sie einer Art derGattung Ru!a anzugehören.

Unar Salab: ein persisches Arzneimittel. Nach Göbel erb-sengrofse ; runzlige, gelbbraune, nicht auffallend riechende oderschmeckende Beeren mit vielen nierenförmigen Saamen, einem Sola-num angehörend.

F. Harze. Gummi, eingedickte Pflanzensäfte.

Chaulen al Karabi: ein arabisches Arzneimittel. Es istnach Buchncr eine schwarze, gliinzende, ziemlich trockne, dem An-sehen nach harzige, in eine Blase eingewickelte Masse ^ ohne Ge-ruch und Geschmack, welche beim Kauen zwischen den Zähnen sicherweicht und etwas schleimig wird. Beim Erhitzen auf dem i'latin-löffel erweicht sie, ohne vollkommen zu schmelzen, und verbreitetdabei einen vegetabilisch-brenzlichen , nicht balsamischen oder har-zigen Geruch, brennt endlich mit schwacher Flamme und hinterläfstviel Asche. Im Weingeist ist sie unlöslich, im Wasser erweichtsie und schwillt zu einer kirschguramiähnlichen, mit schwarzbraunenTheilen verunreinigten Masse auf, ohne sich merklich aufzulösen.Es ist also diese Masse eine eingetrocknete pulpöse Pllanzensubstanz.(Pharm. Centralbl. 1839 p. 315.)

Gomma de Batata. Eine pulverartig körnige, geruchloseMasse von weifsliohgrauer Farbe, die wahrscheinlich das Extracteines Convolvulus ist, und injlrasilien gegen Hautkrankheiten dient.Zwischen den Fingern gerieben erscheint die Masse wie Stärkmehl,

*) Auf diesen Bäum ist schon oben pag. 1479 aufmerksam gemacht worden;doch ist nicht z.11 übersehen , dafs auch die Bananen , namentlich Musa pa-radisiaca L. in Brasilien den Namen Pacoba tragen, aber allerdings durchdie innere Structur ihrer Früchte von denen der Xylopicu wesentlich ver-ichicden sind Man »ehe v. Martius Reisen in Brasilien Bd. 3. pag. ior}3.